____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Emil ZĂĄtopek
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Emil Ferdinand ZĂĄtopek (* 19. September 1922 in KopĹivnice, Okres NovĂ˝ JiÄĂn, Tschechoslowakei; â 21. November 2000 in Prag, Tschechien) war ein tschechoslowakischer Leichtathlet, der in erster Linie als Langstreckenläufer erfolgreich war.
Zåtopeks Läuferkarriere begann 1941. Er entwickelte sich unter Anleitung des Trainers Jan Haluza binnen weniger Jahre zum Ausnahmeathleten und wurde 1945 erstmals nationaler Meister. Bei den Olympischen Spielen 1948 in London gewann er im 10.000- und 5000-Meter-Lauf eine Gold- bzw. Silbermedaille, und bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki gewann er drei Goldmedaillen. Zudem wurde er dreimal Europameister. 1957 trat er vom Hochleistungssport zurßck, nachdem er im Lauf seiner Karriere insgesamt 18 Welt-, 3 olympische und 51 nationale Rekorde aufgestellt hatte.
ZĂĄtopek war während des Prager FrĂźhlings 1968 Mitunterzeichner des Manifests der 2000 Worte, woraufhin er nach der Niederschlagung der Reformbewegung 1969 aller Ămter enthoben und Ăśffentlich diskreditiert wurde. Ab 1974 wurde er, der in der Tschechoslowakei als Volksheld galt, zunächst schrittweise wieder in die Gesellschaft integriert und nach der Samtenen Revolution im Jahr 1990 rehabilitiert.
Zåtopeks ungewÜhnliche Trainingsmethoden, insbesondere das häufige Wiederholen von Intervallläufen gelten als revolutionär. Sein unorthodoxer Laufstil sorgt bis heute fßr kontroverse Diskussionen darßber, ob Ükonomisch-sauberes Laufen sinnvoll sei.
Contents
⢠Frßhe Jahre
⢠Ausbildung
⢠Anfänge
⢠Aufstieg
⢠HÜhepunkte
⢠Abstieg
⢠Prager Frßhling
⢠Diffamierung
⢠Folgen
⢠Neuanfang
⢠Wendezeiten
⢠Rehabilitation
⢠Nachhall
⢠Wßrdigungen
⢠Der Läufer
⢠Trainingsart
⢠Psychologie
⢠Physiologie
⢠Statistik
⢠Anhang
⢠Schriften
⢠Literatur
⢠Filme
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
FrĂźhe Jahre
Elternhaus und Kindheit
Emil ZĂĄtopek wurde am 19. September 1922 im nordmährischen KopĹivnice als Sohn von FrantiĹĄek (â 1963) und AneĹžka (â 1962) ZĂĄtopek geboren. Er hatte sechs ältere Geschwister und einen jĂźngeren Bruder. Sein Vater arbeitete als Schreiner in der Karosserieabteilung der Tatra-Werke. Nebenberuflich fertigte er MĂśbel an. Die Mutter war Hilfsarbeiterin in einer Ziegelei, später Hausfrau und galt als liebevoll, während der Vater bisweilen seine Kinder zĂźchtigte.cite-ref-1[1]
Die Familie bewohnte am nĂśrdlichen Stadtrand von KopĹivnice eine Doppelhaushälfte und bewirtschaftete einen Garten mit Tieren zur Eigenversorgung. ZĂĄtopek, der Linkshänder war, besuchte die Ăśrtliche Volksschule und galt als fleiĂig. In späteren Jahren sprach er zahlreiche Fremdsprachen, darunter FranzĂśsisch, Englisch, Russisch, Deutsch, Ungarisch, Spanisch, Finnisch, Indonesisch und Serbokroatisch. Seine Kindheit verlebte er unbeschwert. Er liebte das Herumtollen und badete gern im Fluss Lubina. Sportliche Aktivitäten vermied er weitestgehend. Der von seiner Umgebung als schwächlich und unkoordiniert wahrgenommene ZĂĄtopek spielte zwar wie fast all seine Freunde FuĂball, jedoch eher lustlos und meist barfuĂ, um sein einziges Paar Schuhe zu schonen.cite-ref-2[2]
Ausbildung
Als ZĂĄtopek 1937 von der Schule abgegangen war, sollte er nach dem Willen seiner Eltern Lehrer werden; was aber daran scheiterte, dass sie die HochschulgebĂźhren nicht aufbringen konnten. Stattdessen lieĂ er sich bei den BaĹĽa-Werken in ZlĂn zum Schuhmacher ausbilden und wohnte im werkseigenen Wohnheim. Nach zwei Jahren in der FlieĂbandproduktion wurde ZĂĄtopek dank seiner hohen Auffassungsgabe an der hĂśheren Gewerbeschule zugelassen und wechselte in das chemische Forschungsinstitut des Werkes. Nach der Annexion des Sudetenlandes durch das nationalsozialistische Deutschland im Rahmen des MĂźnchner Abkommens im Oktober 1938 und der Zerschlagung der Rest-Tschechei im März des Folgejahres wurden die Produktionskapazitäten der BaĹĽa-Schuhwerke der Wehrmacht zur VerfĂźgung gestellt, Widerstand ahndeten die deutschen Machthaber mit teils drakonischen Strafen. Dessen war sich ZĂĄtopek bewusst und fĂźgte sich dem Regime.cite-ref-3[3]
Sportliche Karriere
Anfänge
Im FrĂźhjahr 1941 organisierte die Leitung der BaĹĽa-Werke fĂźr alle wehrfähigen Männer des vierten Studienjahres einen Ăśrtlichen Betriebslauf. ZĂĄtopek, der bis dahin nicht viel vom Sport gehalten hatte und sich ihm vergeblich durch eine vorgetäuschte Verletzung zu entziehen versuchte, bestritt so sein erstes StraĂenrennen:
âJeder ist verpflichtet, teilzunehmen, nur wer ist krank, braucht nicht zu laufen. Ich, sofort habâ ich mich gemeldet als krank. Was ist mit dir? Ich habe Knieschmerzen. Ja, das gilt nicht! Simulant, sofort zum Start!â
â
Emil ZĂĄtopek
:
Interview
Er beendete den 1400-Meter-Lauf, fĂźr ihn Ăźberraschend, als Zweiter, wofĂźr er als Preis einen FĂźllfederhalter erhielt. Einige Wochen später, inzwischen war ZĂĄtopek in das Werksteam aufgenommen worden, erreichte er bei einem 1500-Meter-Lauf in BrĂźnn erneut einen zweiten Platz. In diesem Jahr wurde Jan Haluza, eines der grĂśĂten Lauftalente des Landes, bei einer Leichtathletikveranstaltung auf ZĂĄtopek aufmerksam. Haluzas Angebot, bei ihm unter professioneller Anleitung zu trainieren â er wurde sein einziger Trainer â, nahm ZĂĄtopek an. Haluza begann ZĂĄtopek zu einem Spitzensportler aufzubauen. Er stellte ZĂĄtopeks Ernährung und Lebensgewohnheiten radikal um, unterwies ihn im Intervalltraining und spornte ihn zu immer besseren Leistungen durch noch härteres Training an. Unter Haluzas Anleitung fĂźhrte ZĂĄtopek die 4-mal-1500-Meter-Staffel bei den nationalen Meisterschaften 1942 zu einem neuen Rekord, und im Herbst 1943 errang er in Prag anlässlich des Wettstreites BĂśhmen gegen Mähren seinen ersten Sieg Ăźber 1500 Meter. In diesem Jahr hatte er die hĂśhere Gewerbeschule der BaĹĽa-Werke abgeschlossen und war nun in deren chemischer Abteilung angestellt. ZĂĄtopek brach 1944 innerhalb von 16 Tagen drei Rekorde â im 3000-Meter-Lauf (8:38,8 min), Ăźber 5000 Meter (14:55 min) und am 1. Oktober Ăźber 2000 Meter (5:33,4 min). Seitdem zog es ZĂĄtopek vor, allein zu trainieren, insbesondere da Haluza ihm alles Läuferische beigebracht zu haben glaubte.cite-ref-5[5]
Aufstieg
1945: Neue Nationalrekorde
In den letzten Kriegsmonaten war an regelmäĂiges Training nicht mehr zu denken. Im November 1944 waren die BaĹĽa-Werke von alliierten Flugzeugen bombardiert worden und lagen grĂśĂtenteils in TrĂźmmern. Die deutschen Besatzer verschärften ihre Repressalien gegenĂźber der ZivilbevĂślkerung und verhafteten willkĂźrlich Einwohner, die sie der Sabotage oder Kollaboration mit dem Feind bezichtigten. ZĂĄtopek wurde in dieser Phase nur von dem Gedanken getrieben, den Krieg zu Ăźberleben. Nach der Befreiung von ZlĂn am 2. Mai 1945 durch die Rote Armee sah ZĂĄtopek fĂźr sich in den BaĹĽa-Werken keine berufliche Perspektive mehr. So kam ihm gelegen, dass er noch im selben Monat bei der in GrĂźndung begriffenen tschechoslowakischen Armee zum Wehrdienst einberufen wurde, den er am 20. Mai 1945 antrat. Seine Grundausbildung erfolgte im 27. Infanterieregiment in UherskĂŠ HradiĹĄtÄ. Hier fand er, unterstĂźtzt durch seine Vorgesetzten, genĂźgend Zeit zu trainieren. Am 1. Juni des Jahres brach ZĂĄtopek den nationalen Rekord Ăźber 3000 Meter (8:33,4 min) und einen Monat später anlässlich der tschechoslowakischen Meisterschaften jenen Ăźber die 5000 Meter (14:50,8 min). Noch im Sommer beschloss er, Berufssoldat zu werden. Seine zweijährige Offiziersausbildung erfolgte in Hranice, später bei der 11. Panzerbrigade in Milovice sowie an der Militärakademie in Prag.cite-ref-6[6]
1946: Europameisterschaften in Oslo
Im Juni verbesserte ZĂĄtopek den Landesrekord Ăźber 5000 Meter auf 14:36 min. Damit erĂśffnete sich ihm eine reelle Medaillenchance bei den im August stattfindenden Leichtathletik-Europameisterschaften in Norwegen. Nach nochmaliger Trainingsverschärfung und einigen Vorbereitungsläufen reiste ZĂĄtopek mit vier weiteren Vertretern der tschechoslowakischen Nationalmannschaft nach Oslo, wo am 23. August im Bislett-Stadion der 5000-Meter-Lauf stattfand. Hier traf er erstmals auf internationale LaufgrĂśĂen wie Slijkhuis, Nyberg, Reiff, Heino und Pujazon sowie den als Favoriten gehandelten Wooderson. An dem Rennen nahmen insgesamt 18 Läufer teil, von denen 14 das Ziel erreichten. Zu seiner Ăberraschung lieĂ sich Wooderson, an dem sich ZĂĄtopek orientieren wollte, nach dem Start zurĂźckfallen. Hierdurch irritiert, reihte er sich auf Platz fĂźnf ein, schloss dann zur Spitzengruppe auf und war zeitweise Dritter. Die ständigen Positions- und Tempowechsel sorgten im Läuferfeld fĂźr allgemeine Verwirrung, so dass der noch unerfahrene ZĂĄtopek keinerlei Kontrolle Ăźber das Renngeschehen erlangen konnte. Wooderson zog schlieĂlich in der Schlussrunde das Tempo an, Ăźberholte die Spitze und siegte vor Slijkhuis. ZĂĄtopek befand sich zu diesem Zeitpunkt auf Platz drei, wurde jedoch noch auf den letzten Metern von Nyberg und Heino Ăźberspurtet, wodurch er mit einem neuen nationalen Rekord (14:25,8 min) Platz fĂźnf erreichte.cite-ref-7[7]
AnschlieĂend bestritt er weitere Rennen: In Berlin wurde er bei den Alliierten Sportmeisterschaften als einziger Vertreter der Tschechoslowakei vom Publikum zunächst verspottet, nach einem Ăźberlegenen Sieg im 5000-Meter-Lauf aber gefeiert. In London gewann er im Rahmen des Britannia Shield â einer Multi-Sportveranstaltung, welche die militärische Bindung der einstigen Alliierten hervorheben sollte â den 6-Meilen-Crosslauf.cite-ref-8[8]
1947: Weitere Nationalrekorde
Nach einem Ăźberlegenen Sieg Ăźber die 10.000-Meter-Distanz bei den im FrĂźhjahr 1947 ausgetragenen Alliierten Sportmeisterschaften in Hannover lief ZĂĄtopek im Städtewettkampf ZlĂn gegen Bratislava im 3000-Meter-Lauf Landesrekord (8:13,6 min). Beim anschlieĂenden EvĹžen-RoĹĄickĂ˝-Gedächtnislauf im Prager Strahov-Stadion brach er mit 14:08,2 min den Landesrekord Ăźber die 5000 Meter. Wettkampf des Jahres war jedoch das 5000-Meter-Rennen im finnischen Helsinki am 30. Juni, wo sich ZĂĄtopek und Heino einen packenden Zweikampf lieferten, den er erst im Endspurt gewinnen konnte. Bei den folgenden Länderkämpfen gegen die Niederlande (12. Juli), Italien (19. Juli) und Frankreich (16. August) siegte er Ăźber die gleiche Distanz, genauso wie am 2. August anlässlich der nationalen Meisterschaften. Am 17. August wurde ZĂĄtopek nach bestandener Offiziersausbildung zum Leutnant ernannt und als solcher Panzerkommandant. Am Folgetag lief er in BrĂźnn mit 8:08,8 min Ăźber die 3000-Meter-Distanz und am 21. August im 2000-Meter-Lauf in Bratislava (5:20,5 min) abermals Landesrekorde. Bei den anschlieĂenden Akademischen Sommerspielen in Paris folgten Siege im 1500- beziehungsweise 5000-Meter-Lauf. Die nächsten Rennen bestritt er in Frankreich, Belgien und Polen, die er mit der Ausnahme des Rennens in BrĂźssel alle gewann. Die Saison schloss ZĂĄtopek im Dezember mit dem âJournal dâAlgierâ in Algerien ab, wo er am 25. Dezember 1947 im 3000-Meter-Lauf einen weiteren Sieg errang. Insgesamt war ZĂĄtopek in diesem Jahr zu zwĂślf 5000-Meter-Rennen angetreten, die er allesamt gewonnen hatte. Sein nächstes sportliches Ziel hatte er bereits im Blick â die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1948 in London.cite-ref-9[9]
HĂśhepunkte
1948: Olympische Spiele in London
Im FrĂźhjahr richtete sich ZĂĄtopeks Training, ungeachtet der kommunistischen MachtĂźbernahme durch die KPÄ im Zuge des Februarumsturzes, auf seine erste Olympiateilnahme aus. Hierzu steigerte er sein Training in auĂerordentlicher Weise. Die obligatorischen Aufbaurennen von Mai bis Juni gewann er allesamt. Erwähnenswert hierbei ist sein neuerlicher tschechoslowakischer Rekord Ăźber die 10.000 Meter am 29. Mai in Budapest (30:28,4 min), den er gut einen Monat später am 17. Juni in Prag unterbot (29:37,0 min). Letzter Gradmesser vor den Spielen war der am 22. Juni ausgetragene Dreiländerkampf der Tschechoslowakei gegen die Niederlande und Ungarn in Prag, wo ZĂĄtopek das 5000-Meter-Rennen in 14:10,0 min deutlich gewann.cite-ref-12[12]
Zu diesem Zeitpunkt war ZĂĄtopek bereits mit der Speerwerferin Dana IngrovĂĄ (1922â2020) liiert, die am selben Tag wie er geboren worden war und die ihm den Spitznamen Ťopek gab. Das Paar heiratete am 24. Oktober desselben Jahres in UherskĂŠ HradiĹĄtÄ; die Ehe blieb kinderlos.cite-ref-13[13]
Wenige Tage vor der feierlichen ErĂśffnung der Olympischen Spiele traf das tschechoslowakische Nationalteam in London ein. ZĂĄtopek wurde in einer provisorisch hergerichteten Baracke der Royal Air Force im Stadtteil West Drayton untergebracht. Trotz dieser widrigen Rahmenbedingungen holte er im 10.000-Meter-Lauf Gold â der erste Olympiatriumph fĂźr die ÄSR in London. ZĂĄtopek hatte im Vorfeld des Rennens eine Rundenzeit von 71 Sekunden errechnet, was auf eine mĂśgliche Siegzeit an der 30-Minuten-Grenze hinauslief. Um während des Laufes im Zielfenster zu bleiben, vereinbarte er mit seinem Trainer eine optische Erkennung von der TribĂźne aus. So sollte eine hochgehaltene weiĂe Turnhose ZĂĄtopek signalisieren, dass das Tempo schneller war als fĂźr die anvisierte Rundenzeit benĂśtigt, und ein rotes Trikot, dass die Zeiten Ăźber der Zielzeit lagen. Die KleidungsstĂźcke sollten geschwenkt werden, wenn die Zeiten um mehr als 10 Sekunden besser respektive schlechter waren. Das Rennen begann mit hohem Tempo, wobei alle Athleten unter der Sommerhitze litten. ZĂĄtopek hielt sich zunächst zurĂźck und reihte sich auf Platz fĂźnfzehn ein, da ihm die hochgehaltene weiĂe Turnhose zeigte, dass die Spitze zu schnell unterwegs war. Nach der sechsten Runde lag er gar auf Rang siebzehn. In der neunten Runde zeigte ihm das rote Trikot, dass die Spitze ihr Tempo verlangsamt hatte. In diesem Moment trat ZĂĄtopek zu einem Zwischenspurt an, schob sich zunächst auf Rang vier und Ăźbernahm schlieĂlich die FĂźhrung. Nach der Aufgabe seines finnischen Kontrahenten Heino in Runde 16, der vĂśllig entkräftet aus dem Rennen schied, war der Weg fĂźr die âtschechische Lokomotiveâcite-ref-14[14] oder âmenschliche Lokomotiveâ,cite-ref-15[15] so die spätere Titulierung durch die Presse, frei. ZĂĄtopek siegte in einer Zeit von 29:59,6 min, was olympischen Rekord bedeutete, mit fast 48 s Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Alain Mimoun aus Frankreich, der in späteren Jahren als âSchatten ZĂĄtopeksâ bekannt wurde und mit dem ihn zeitlebens eine enge Freundschaft verband. In der letzten Runde hatte er die Zeit, dem Ăźberrundeten Franzosen Ben SaĂŻd Abdallah aufmunternde Worte mit auf den Weg zu geben.cite-ref-16[16]cite-ref-askwith-the-independent-17-0[17]
Im 5000-Meter-Lauf auf regennasser Aschenbahn lieferte sich ZĂĄtopek dagegen einen mit äuĂerstem Einsatz gefĂźhrten Zweikampf mit Gaston Reiff. Die Spitze hatte im Verlauf des Rennens mehrfach gewechselt, bis Reiff in der vierten Runde dem Feld enteilte. ZĂĄtopek hatte MĂźhe, das vorgelegte Tempo mitzugehen, und musste abreiĂen lassen, weil er zuvor den Fehler begangen hatte, im Vorlauf die Herausforderung eines Kontrahenten anzunehmen und sich dabei vĂśllig zu verausgaben. In der letzten Runde mobilisierte er seine verbliebenen Kräfte und schob sich, unter dem frenetischen Applaus der Zuschauer, stetig an Reiff heran. In einem heute als legendär bezeichneten Endspurt trennten beide Kontrahenten nur zwei Zehntelsekunden mit dem glĂźcklicheren Ausgang fĂźr Reiff, der mit 14:17,6 min gewann.cite-ref-18[18]cite-ref-19[19]
ZĂĄtopek stieg durch seine unerwarteten Olympiaerfolge zum Nationalhelden auf; Staatspräsident Klement Gottwald ehrte den Sportler mit einem Empfang auf der Prager Burg. Das neue âSportidolâ bestritt im Anschluss daran noch ein Dutzend Langstreckenrennen zwischen 3000 und 10.000 Metern in BrĂźssel, Amsterdam, Ostende, Prag, BrĂźnn, Paris, Bukarest, Bologna und Mailand, die er mit Ausnahme von zwei Rennen gewann. Handlungsunfähig und schockiert zeigte sich ZĂĄtopek gegen Jahresende von der Verhaftung seines langjährigen Trainers und Freundes Haluza, der ausgehend vom Februarumsturz als Oppositioneller verhaftet und nach einem Schauprozess zu langjähriger Strafarbeit verurteilt worden war. Die bestehende Freundschaft beider Männer zueinander litt dadurch erheblich, zerbrach aber nicht.cite-ref-20[20]
Nach den Olympischen Spielen 1948 in London heiratete er am 24. Oktober die Speerwurferin Dana IngrovĂĄ.
1949: Erste Weltrekordläufe
| Weltrekordlauf (11. Juni 1949) [ 21 ] | Weltrekordlauf (11. Juni 1949) [ 21 ] | Weltrekordlauf (11. Juni 1949) [ 21 ] | Weltrekordlauf (11. Juni 1949) [ 21 ] | Weltrekordlauf (11. Juni 1949) [ 21 ] |
|---|---|---|---|---|
| Split | Gesamtzeit | 5-km-Split | Distanz | Bemerkung |
| 2:54,5 min | 2:54,5 min | 14:39,5 min | 1000 m | |
| 2:54,5 min | 5:49,0 min | 14:39,5 min | 2000 m | |
| 2:54,0 min | 8:43,0 min | 14:39,5 min | 3000 m | |
| 2:57,7 min | 11:40,7 min | 14:39,5 min | 4000 m | |
| 2:58,8 min | 14:39,5 min | 14:39,5 min | 5000 m | |
| 2:59,5 min | 17:39,0 min | 14:48,7 min | 6000 m | |
| 2:58,0 min | 20:37,0 min | 14:48,7 min | 7000 m | |
| 3:00,0 min | 23:37,0 min | 14:48,7 min | 8000 m | |
| 2:59,0 min | 26:36,0 min | 14:48,7 min | 9000 m | |
| 2:52,2 min | 29:28,2 min | 14:48,7 min | 10.000 m | WR |
| Weltrekordlauf (22. Oktober 1949) [ 22 ] | Weltrekordlauf (22. Oktober 1949) [ 22 ] | Weltrekordlauf (22. Oktober 1949) [ 22 ] | Weltrekordlauf (22. Oktober 1949) [ 22 ] | Weltrekordlauf (22. Oktober 1949) [ 22 ] |
|---|---|---|---|---|
| Split | Gesamtzeit | 5-km-Split | Distanz | Bemerkung |
| 2:55,0 min | 2:55,0 min | 14:38,0 min | 1000 m | |
| 2:55,9 min | 5:50,9 min | 14:38,0 min | 2000 m | |
| 2:54,1 min | 8:45,0 min | 14:38,0 min | 3000 m | |
| 2:57,0 min | 11:42,0 min | 14:38,0 min | 4000 m | |
| 2:56,0 min | 14:38,0 min | 14:38,0 min | 5000 m | |
| 2:58,0 min | 17:36,0 min | 14:43,2 min | 6000 m | |
| 2:57,5 min | 20:33,5 min | 14:43,2 min | 7000 m | |
| 2:59,5 min | 23:33,0 min | 14:43,2 min | 8000 m | |
| 2:57,5 min | 26:30,5 min | 14:43,2 min | 9000 m | |
| 2:50,7 min | 29:21,2 min | 14:43,2 min | 10.000 m | WR |
Die ZĂĄtopeks zogen 1949 nach Prag, wo sie bis zu ihrem Eigenheimbezug eine Zwei-Zimmer-Wohnung in der U PĹŻjÄovny-StraĂe 8 bewohnten. Nach einer Reihe verschiedener Aufbaurennen lief ZĂĄtopek von Mai bis September 22 Rennen. FĂźr internationales Aufsehen sorgte dabei sein erster Weltrekordlauf Ăźber die 10.000 Meter am 11. Juni bei den Armeemeisterschaften in Ostrava, wo er die bisherige Bestmarke Viljo Heinos um sieben Sekunden auf 29:28,2 min verbesserte. FĂźr diesen ersten Weltrekord der Tschechoslowakei Ăźberhaupt wurde ZĂĄtopek zum Hauptmann befĂśrdert. Eine Woche später lief er â zu diesem Zeitpunkt bereits an einer schweren Beinmuskelverletzung leidend â an gleicher Stelle und Ăźber dieselbe Distanz anlässlich des Länderkampfes gegen Rumänien gleichfalls zum Sieg. Danach musste er wegen dieser Verletzung mehrere Wochen pausieren. Nach seiner Genesung flog ZĂĄtopek im FrĂźhsommer 1949 zum Länderkampf nach Finnland, wo er binnen sechs Tagen vier Rennen (einen 10.000-, zwei 5000- und einen 3000-Meter-Lauf) bestritt und alle gewann. Weitere Länderkämpfe in der Sowjetunion, Ungarn und Rumänien folgten. Im Juli siegte ZĂĄtopek in Moskau Ăźber die 5000- und die 10.000-Meter-Distanz. Eine Wiederholung des Ganzen gelang ihm Ende August in Budapest und ein weiteres Doppel lief er im September in Bukarest.cite-ref-23[23]
Zwischenzeitlich war ZĂĄtopeks Weltrekord Ăźber die 10.000 Meter von Heino um eine Sekunde unterboten worden. Um den verlorenen Rekord wieder in die ÄSR zu holen, setzte der tschechoslowakische Sportverband am 22. Oktober einen neuerlichen Weltrekordversuch in Ostrava an, nachdem der erste Versuch am 17. September gescheitert war. Zusätzlicher Erfolgsdruck lastete auf ZĂĄtopek, als er kurz vor dem Start einen Zeitungsjungen erblickte, der bereits die gedruckte Sonderausgabe Ăźber seinen Erfolg unter dem Arm trug. Unbeirrt davon lief er vor 20.000 Zuschauern mit 29:21,2 min abermals Weltrekord.cite-ref-24[24]
1950: Europameisterschaften in BrĂźssel
| Weltrekordlauf (4. August 1950) [ 25 ] | Weltrekordlauf (4. August 1950) [ 25 ] | Weltrekordlauf (4. August 1950) [ 25 ] | Weltrekordlauf (4. August 1950) [ 25 ] | Weltrekordlauf (4. August 1950) [ 25 ] |
|---|---|---|---|---|
| Split | Gesamtzeit | 5-km-Split | Distanz | Bemerkung |
| 2:58,0 min | 2:58,0 min | 14:37,0 min | 1000 m | |
| 2:53,8 min | 5:51,8 min | 14:37,0 min | 2000 m | |
| 2:54,2 min | 8:46,0 min | 14:37,0 min | 3000 m | |
| 2:55,5 min | 11:41,5 min | 14:37,0 min | 4000 m | |
| 2:55,5 min | 14:37,0 min | 14:37,0 min | 5000 m | |
| 2:54,0 min | 17:31,0 min | 14:25,6 min | 6000 m | |
| 2:53,0 min | 20:24,0 min | 14:25,6 min | 7000 m | |
| 2:56,0 min | 23:20,0 min | 14:25,6 min | 8000 m | |
| 2:55,0 min | 26:15,0 min | 14:25,6 min | 9000 m | |
| 2:47,6 min | 29:02,6 min | 14:25,6 min | 10.000 m | WR |
Die Saisonvorbereitung verbrachten die Zåtopeks, einer Einladung der Sowjetunion folgend, gemeinsam im Trainingslager von Sotschi. Nach dieser Aufbauphase debßtierte Zåtopek anlässlich eines Jugendfestes erstmals auf dem Gebiet der jungen DDR, wo er in Ost-Berlin einen Sieg ßber die 5000-Meter-Distanz errang. Danach folgten im Juni und Juli weitere Aufbauläufe in Prag, Brßnn, Bratislava und Brßssel. Die fßr Anfang August anberaumten Armeemeisterschaften in Ostrava musste Zåtopek wegen einer Startverpflichtung in Finnland absagen. Dort lief er am 3. August in Helsinki ßber 5000 Meter mit einer Zeit von 14:06,2 min Landesrekord und tags darauf mit 29:02,6 min in Turku Weltrekord ßber die 10.000-Meter-Distanz.cite-ref-phillips-50-25-1[25]cite-ref-26[26]
Hierdurch wurde ZĂĄtopek bei den Ende August ausgetragenen Leichtathletik-Europameisterschaften 1950 in BrĂźssel von vornherein als Titelanwärter gehandelt und lief tatsächlich auĂerhalb jeglicher Konkurrenz. Er siegte sowohl Ăźber 10.000 Meter als auch Ăźber 5000 Meter mit neuen Europameisterschaftsrekorden. Im 5000-Meter-Rennen war Reiff unmittelbar nach dem Start in FĂźhrung gegangen. ZĂĄtopek hielt sich die ersten beiden Runden noch zurĂźck und lief zeitweise als Vorletzter. In Runde drei Ăźbernahm er die FĂźhrung, die er zwei Runden später wieder an Reiff abgeben musste, der seinerseits enorm das Tempo verschärfte. Dessen Vorsprung betrug rasch 10 Meter und mehr. Doch ZĂĄtopek lieĂ sich nicht abschĂźtteln. Er hängte sich in Reiffs Windschatten und legte mit Einläuten der letzten Runde alle verbliebenen Kräfte in den Endspurt. ZĂĄtopek zog an Reiff vorbei, der seiner Attacke nichts mehr entgegensetzen konnte, und siegte mit etwa 130 Metern Vorsprung vor Mimoun, der den vĂśllig entkräfteten Reiff noch auf den letzten Metern abgefangen hatte. ZurĂźck in der Heimat siegte ZĂĄtopek Ăźber die gleichen Distanzen im Länderkampf gegen Finnland und die Sowjetunion sowie bei weiteren Wettbewerben in Erfurt und Dresden. Dabei hatte sich ZĂĄtopek kurz vor den Europameisterschaften eine schwere Lebensmittelvergiftung zugezogen, die ihn nicht davon abgehalten hatte, im Garten des Krankenhauses weiterzutrainieren und sich selbst vorzeitig zu entlassen, um gerade noch das Flugzeug nach BrĂźssel zu erreichen. Dienstlich arbeitete er ab diesem Jahr im Prager Verteidigungsministerium und stieg dort bis 1968 in den Rang eines Obersten auf. Unter anderem erarbeitete er dort Konzepte fĂźr die kĂśrperliche ErtĂźchtigung von Soldaten.cite-ref-27[27]
1951: Neue Weltrekordläufe
| Weltrekordlauf (15. September 1951) [ 28 ] | Weltrekordlauf (15. September 1951) [ 28 ] | Weltrekordlauf (15. September 1951) [ 28 ] | Weltrekordlauf (15. September 1951) [ 28 ] | Weltrekordlauf (15. September 1951) [ 28 ] | Weltrekordlauf (15. September 1951) [ 28 ] |
|---|---|---|---|---|---|
| Split | Gesamtzeit | 5-km-Split | 10-km-Split | Distanz | Bemerkung |
| 3:04,7 min | 3:04,7 min | 15:35,6 min | 31:05,0 min | 1000 m | |
| 3:08,3 min | 6:13,0 min | 15:35,6 min | 31:05,0 min | 2000 m | |
| 3:08,2 min | 9:21,2 min | 15:35,6 min | 31:05,0 min | 3000 m | |
| 3:15,8 min | 12:37,0 min | 15:35,6 min | 31:05,0 min | 4000 m | |
| 2:58,6 min | 15:35,6 min | 15:35,6 min | 31:05,0 min | 5000 m | |
| 3:07,4 min | 18:43,0 min | 15:29,4 min | 31:05,0 min | 6000 m | |
| 3:05,0 min | 21:48,0 min | 15:29,4 min | 31:05,0 min | 7000 m | |
| 3:04,8 min | 24:52,8 min | 15:29,4 min | 31:05,0 min | 8000 m | |
| 3:06,8 min | 27:59,6 min | 15:29,4 min | 31:05,0 min | 9000 m | |
| 3:05,4 min | 31:05,0 min | 15:29,4 min | 31:05,0 min | 10.000 m | |
| 3:02,8 min | 34:07,8 min | 15:09,0 min | 30:10,8 min | 11.000 m | |
| 3:01,0 min | 37:08,8 min | 15:09,0 min | 30:10,8 min | 12.000 m | |
| 3:00,6 min | 40:09,4 min | 15:09,0 min | 30:10,8 min | 13.000 m | |
| 3:03,4 min | 43:12,8 min | 15:09,0 min | 30:10,8 min | 14.000 m | |
| 3:01,2 min | 46:14,0 min | 15:09,0 min | 30:10,8 min | 15.000 m | |
| 3:03,0 min | 49:17,0 min | 15:01,8 min | 30:10,8 min | 16.000 m | |
| 3:01,2 min | 52:18,2 min | 15:01,8 min | 30:10,8 min | 17.000 m | |
| 3:01,8 min | 55:20,0 min | 15:01,8 min | 30:10,8 min | 18.000 m | |
| 3:03,0 min | 58:23,0 min | 15:01,8 min | 30:10,8 min | 19.000 m | |
| â | 1 h | 15:01,8 min | 30:10,8 min | 19.558 m | WR |
| 2:52,8 min | 1:01:15,8 h | 15:01,8 min | 30:10,8 min | 20.000 m | WR |
| Weltrekordlauf (29. September 1951) [ 28 ] | Weltrekordlauf (29. September 1951) [ 28 ] | Weltrekordlauf (29. September 1951) [ 28 ] | Weltrekordlauf (29. September 1951) [ 28 ] | Weltrekordlauf (29. September 1951) [ 28 ] | Weltrekordlauf (29. September 1951) [ 28 ] |
|---|---|---|---|---|---|
| Split | Gesamtzeit | 5-km-Split | 10-km-Split | Distanz | Bemerkung |
| 2:58,0 min | 2:58,0 min | 14:57,4 min | 29:53,4 min | 1000 m | |
| 2:57,0 min | 5:55,0 min | 14:57,4 min | 29:53,4 min | 2000 m | |
| 3:01,2 min | 8:56,2 min | 14:57,4 min | 29:53,4 min | 3000 m | |
| 3:00,2 min | 11:56,4 min | 14:57,4 min | 29:53,4 min | 4000 m | |
| 3:01,0 min | 14:57,4 min | 14:57,4 min | 29:53,4 min | 5000 m | |
| 3:00,0 min | 17:57,4 min | 14:56,0 min | 29:53,4 min | 6000 m | |
| 2:58,6 min | 20:56,0 min | 14:56,0 min | 29:53,4 min | 7000 m | |
| 2:59,0 min | 23:55,0 min | 14:56,0 min | 29:53,4 min | 8000 m | |
| 2:58,2 min | 26:53,2 min | 14:56,0 min | 29:53,4 min | 9000 m | |
| 3:00,2 min | 29:53,4 min | 14:56,0 min | 29:53,4 min | 10.000 m | |
| 2:58,6 min | 32:52,0 min | 15:01,2 min | 29:58,4 min | 11.000 m | |
| 2:59,0 min | 35:51,0 min | 15:01,2 min | 29:58,4 min | 12.000 m | |
| 3:01,0 min | 38:52,0 min | 15:01,2 min | 29:58,4 min | 13.000 m | |
| 3:00,0 min | 41:52,0 min | 15:01,2 min | 29:58,4 min | 14.000 m | |
| 3:02,6 min | 44:54,6 min | 15:01,2 min | 29:58,4 min | 15.000 m | |
| 3:01,4 min | 47:56,0 min | 14:57,2 min | 29:58,4 min | 16.000 m | |
| â | 48:12,0 min | 14:57,2 min | 29:58,4 min | 10 mi | WR |
| 3:00,2 min | 50:56,2 min | 14:57,2 min | 29:58,4 min | 17.000 m | |
| 3:01,8 min | 53:58,0 min | 14:57,2 min | 29:58,4 min | 18.000 m | |
| 3:02,0 min | 57:00,0 min | 14:57,2 min | 29:58,4 min | 19.000 m | |
| 2:51,8 min | 59:51,8 min | 14:57,2 min | 29:58,4 min | 20.000 m | WR |
| â | 1 Stunde | â | â | 20.052 m | WR |
Im Winter 1951 zog sich ZĂĄtopek beim Skifahren einen Sehnenriss zu, der bis April jegliches Training verhinderte. Nach der anschlieĂenden Aufbauphase dauerte es bis in den Juni hinein, dass er wieder die 5000 Meter unter 15 Minuten laufen konnte. In den Folgemonaten wurde unter dem Titel âEiner aus der Staffelâ ein Dokumentarfilm Ăźber das bisherige Leben ZĂĄtopeks gedreht, dessen Aufnahmearbeiten sich derart ungĂźnstig auf den Trainingsplan auswirkten, dass er ein 3000-Meter-Rennen gegen VĂĄclav Äevona verlor. Daraufhin mussten die Arbeiten am Film einstweilen unterbrochen werden. Nach Wiederaufnahme des regulären Trainings kam ZĂĄtopek bis August, und damit gerade noch rechtzeitig zum Beginn der III. Weltjugendfestspiele in Ost-Berlin, wieder in Form. Dort siegte er Ăźber die 5000 Meter mit persĂśnlicher Jahresbestleistung. Weitere erste Plätze im Länderkampf gegen Ungarn in Budapest folgten.cite-ref-29[29]
Am 15. September 1951 lief ZĂĄtopek im Rahmen der ausgetragenen Armeemeisterschaften in Prag bei einem 20.000-Meter-Lauf mit 1:01:16,0 h Weltrekord, wobei er zugleich die Weltjahresbestleistung im Stundenlauf auf nunmehr 19.558 Meter verbesserte. Die Ergebnisse bestärkten ihn darin, als erster Mensch die 20 Kilometer unter einer Stunde laufen zu kĂśnnen. So wurde fĂźr den 29. September im Stadion von HouĹĄĹĽka in StarĂĄ Boleslav ein neuerlicher Weltrekordversuch angesetzt, an dem, auĂer ihm, noch weitere 16 Läufer teilnahmen. Unter idealen äuĂeren Bedingungen lief ZĂĄtopek gleich drei Weltrekorde in einem Lauf: Die zurĂźckgelegte Distanz im Stundenlauf verbesserte er auf 20.052 m, die Zeit Ăźber 20.000 Meter wurde mit 59:51,8 min notiert und die Weltbestleistung im 10-Meilen-Rennen auf 48:12,0 min gedrĂźckt.cite-ref-30[30]
1952: Olympische Spiele in Helsinki
| Weltrekordlauf (26. Oktober 1952) [ 31 ] | Weltrekordlauf (26. Oktober 1952) [ 31 ] | Weltrekordlauf (26. Oktober 1952) [ 31 ] | Weltrekordlauf (26. Oktober 1952) [ 31 ] | Weltrekordlauf (26. Oktober 1952) [ 31 ] | Weltrekordlauf (26. Oktober 1952) [ 31 ] |
|---|---|---|---|---|---|
| Split | Gesamtzeit | 5-km-Split | 10-km-Split | Distanz | Bemerkung |
| 3:07,0 min | 3:07,0 min | 15:48,0 min | 31:43,6 min | 1000 m | |
| 3:12,0 min | 6:19,0 min | 15:48,0 min | 31:43,6 min | 2000 m | |
| 3:08,4 min | 9:27,4 min | 15:48,0 min | 31:43,6 min | 3000 m | |
| 3:08,0 min | 12:35,4 min | 15:48,0 min | 31:43,6 min | 4000 m | |
| 3:12,6 min | 15:48,0 min | 15:48,0 min | 31:43,6 min | 5000 m | |
| 3:00,0 min | 18:48,0 min | 15:55,6 min | 31:43,6 min | 6000 m | |
| 3:20,4 min | 22:08,4 min | 15:55,6 min | 31:43,6 min | 7000 m | |
| 3:12,6 min | 25:21,0 min | 15:55,6 min | 31:43,6 min | 8000 m | |
| 3:17,0 min | 28:38,0 min | 15:55,6 min | 31:43,6 min | 9000 m | |
| 3:05,6 min | 31:43,6 min | 15:55,6 min | 31:43,6 min | 10.000 m | |
| 3:10,4 min | 34:54,0 min | 15:51,4 min | 31:31,6 min | 11.000 m | |
| 3:12,0 min | 38:06,0 min | 15:51,4 min | 31:31,6 min | 12.000 m | |
| 3:11,8 min | 41:17,8 min | 15:51,4 min | 31:31,6 min | 13.000 m | |
| 3:08,6 min | 44:26,4 min | 15:51,4 min | 31:31,6 min | 14.000 m | |
| 3:08,6 min | 47:35,0 min | 15:51,4 min | 31:31,6 min | 15.000 m | |
| 3:07,2 min | 50:42,2 min | 15:40,2 min | 31:31,6 min | 16.000 m | |
| 3:04,6 min | 53:46,8 min | 15:40,2 min | 31:31,6 min | 17.000 m | |
| 3:08,0 min | 56:54,8 min | 15:40,2 min | 31:31,6 min | 18.000 m | |
| 3:10,6 min | 1:00:05,4 h | 15:40,2 min | 31:31,6 min | 19.000 m | |
| 3:09,8 min | 1:03:15,2 h | 15:40,2 min | 31:31,6 min | 20.000 m | |
| 3:09,0 min | 1:06:24,2 h | 15:56,6 min | 32:08,6 min | 21.000 m | |
| 3:11,2 min | 1:09:35,4 h | 15:56,6 min | 32:08,6 min | 22.000 m | |
| 3:11,2 min | 1:12:46,6 h | 15:56,6 min | 32:08,6 min | 23.000 m | |
| 3:12,6 min | 1:15:59,2 h | 15:56,6 min | 32:08,6 min | 24.000 m | |
| â | 1:16:26,4 h | 15:56,6 min | 32:08,6 min | 15 mi | WR |
| 3:12,6 min | 1:19:11,8 h | 15:56,6 min | 32:08,6 min | 25.000 m | WR |
| 3:11,8 min | 1:22:23,6 h | 16:12,0 min | 32:08,6 min | 26.000 m | |
| 3:14,2 min | 1:25:37,8 h | 16:12,0 min | 32:08,6 min | 27.000 m | |
| 3:15,4 min | 1:28:53,2 h | 16:12,0 min | 32:08,6 min | 28.000 m | |
| 3:18,0 min | 1:32:11,2 h | 16:12,0 min | 32:08,6 min | 29.000 m | |
| 3:12,6 min | 1:35:23,8 h | 16:12,0 min | 32:08,6 min | 30.000 m | WR |
Im Winter 1951/1952 widmete sich ZĂĄtopek ausschlieĂlich der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 1952 in Helsinki, wo ihm im 5000- und im 10.000-Meter-Lauf die Favoritenrolle zugeschrieben wurde. Beeinträchtigt wurde er dabei von einer schweren Erkältung, deren Folgen er erst sechs Wochen vor Beginn der Spiele Ăźberwand. Dem TrainingsrĂźckstand begegnete ZĂĄtopek mit zahlreichen Aufbaurennen in der DDR, Ungarn und der Sowjetunion, wo er in Kiew Ăźber die 5000-Meter-Distanz Dritter sowie im 10.000-Meter-Lauf Erster wurde. Die dabei erzielten Zeiten empfand er jedoch als so schlecht, dass er ernsthaft darĂźber nachdachte, seine Teilnahme an den Spielen abzusagen. Die Siegzeiten im 5000- (14:17,6 min) und im 10.000-Meter-Lauf (30:28,4 min) bei den nationalen Meisterschaften Ăźberzeugten ihn jedoch anzutreten.cite-ref-35[35]
Im Vorfeld des GroĂereignisses geriet ZĂĄtopek erstmals mit der tschechoslowakischen StaatsfĂźhrung in Konflikt, als er erfuhr, dass sein Landsmann Stanislav Jungwirth von den Spielen ausgeschlossen werden sollte, weil dessen Vater wegen des Verteilens von regimekritischen Flugblättern verhaftet worden war. Daraufhin drohte der auĂerordentlich populäre ZĂĄtopek mit seinem Startverzicht und erzwang so wegen erwarteter Medaillengewinne und aus Furcht vor Prestigeverlust Jungwirths Teilnahme. Dass derartige gewagte Schritte zu Nachteilen fĂźhren konnten, hatte 1950 â zwei Jahre zuvor â die Verhaftung eines GroĂteils der tschechoslowakischen Eishockeynationalmannschaft (Weltmeister 1947) gezeigt: Die âstaatsgefährdender Hetzeâ Beschuldigten waren zu langjährigen Haft- und Arbeitsstrafen verurteilt worden. Unbehelligt blieb ZĂĄtopek nicht. Nach den Spielen lud ihn General VĂĄclav KratochvĂl (1903â1988) zu einer AnhĂśrung ins Innenministerium, dem ein Schreiben vorlag, in dem ZĂĄtopek der Insubordination beschuldigt wurde. Schlussendlich wurde wegen ZĂĄtopeks sportlichen Erfolgen die Anschuldigung fallengelassen.cite-ref-36[36]
ZĂĄtopek traf nach diesem Vorkommnis zusammen mit Jungwirth erst am 11. Juli im olympischen Dorf in Otaniemi ein und intensivierte sogleich sein Training. Insgesamt errang ZĂĄtopek dreimal Gold: Die 10.000 Meter gewann er als Favorit mit 29:17,0 min deutlich vor seinen Kontrahenten Mimoun und Anufrijew. Seine Siege Ăźber 5000 Meter und im Marathonlauf gelten als beispiellos.cite-ref-37[37]
Ausgetragen wurden drei 5000-Meter-Vorläufe, aus denen sich die jeweils ersten fĂźnf direkt fĂźr den Endlauf qualifizierten. ZĂĄtopek wurde dem dritten Lauf zugelost und erreichte mit einer Zeit von 14:26,0 min mĂźhelos den Endlauf. Dort ging gleich nach dem Start der als Favorit gehandelte Herbert Schade in FĂźhrung. Ab Rennmitte Ăźbernahm ZĂĄtopek dann zeitweise die FĂźhrung, um das bis dahin hohe Tempo drosseln zu kĂśnnen. Zwei Runden vor dem Ziel war das Spitzenfeld noch immer dicht zusammen. Eingangs der letzten Kurve setzte sich der Brite Chris Chataway an die Spitze des Läuferfeldes, dicht gefolgt von Schade, Mimoun, ZĂĄtopek und Pirie. Nun verschärfte ZĂĄtopek das Tempo, rang zunächst Mimoun auf Bahn zwei nieder und Ăźberholte kurz darauf auf Bahn drei Schade und Chataway, der beim Versuch, das Tempo mitzuhalten, Ăźber die Zementeinfassung der Bahn stolperte und zu Fall kam. Ausgangs der letzten Kurve, etwa 100 Meter vor dem Ziel, trat ZĂĄtopek zum entscheidenden Endspurt an und siegte vor Mimoun. Erst kurz vor Annahmeschluss entschied er sich zur Teilnahme am Marathon, den er noch nie zuvor in einem Wettkampf gelaufen war. Auch hier siegte er ebenso wie bei den anderen beiden Wettbewerben mit einem olympischen Rekord (2:23:03,2 h). Sein Stadioneinlauf geriet dabei zu einem in der Sportgeschichte einmaligen Spektakel, als ZĂĄtopek unter dem tosenden Beifall der fast 70.000 Zuschauer und angefeuert durch euphorische âZĂĄ-to-pekâ-Rufe die letzte Runde im Alleingang absolvierte und die Ziellinie Ăźberquerte. Die Times feierte ihn daraufhin als âgrĂśĂten Langstreckenläufer aller Zeitenâ und der spätere IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch erinnerte sich später, dass er in diesem Moment verstanden habe, was der olympische Geist bedeute.cite-ref-38[38]
ZĂĄtopeks RĂźckkehr in die Heimat â seine Frau hatte im Speerwurf ebenfalls und fast gleichzeitig eine Goldmedaille errungen â war triumphal. Ihm zu Ehren wurden zahlreiche Empfänge veranstaltet. Von hochrangigen Militärs und Politikern erhielt er Ehrungen und Lobesreden; die nationale und internationale Presse feierte ihn. Der mittlerweile 30-jährige ZĂĄtopek wurde in WĂźrdigung seiner sportlichen Verdienste zum Major befĂśrdert und erhielt am 20. September den Orden der Republik. Das erfolgreichste Jahr seiner Sportkarriere beschloss ZĂĄtopek am 26. Oktober im Stadion von HouĹĄĹĽka in StarĂĄ Boleslav, wo er während eines 30.000-Meter-Laufes gleich drei Weltrekorde auf einmal brach, indem er zusätzlich zu dem auf 30 Kilometer (1:35:23,8 h) die bestehenden Bestzeiten im 15-Meilen- (1,16:26,4 h) und 25.000-Meter-Lauf (1,19:11,8 h) unterbot. Am 12. Dezember war er zusammen mit Otto Peltzer Gastredner beim Wiener VĂślkerkongress fĂźr den Frieden, wo beide Athleten vor einem groĂen Publikum Ăźber ihre jeweiligen Olympiaerlebnisse sprachen.cite-ref-39[39]
1953: Weitere Weltrekordläufe
| Weltrekordlauf (1. November 1953) [ 40 ] | Weltrekordlauf (1. November 1953) [ 40 ] | Weltrekordlauf (1. November 1953) [ 40 ] | Weltrekordlauf (1. November 1953) [ 40 ] | Weltrekordlauf (1. November 1953) [ 40 ] |
|---|---|---|---|---|
| Split | Gesamtzeit | 5-km-Split | Distanz | Bemerkung |
| 2:52,8 min | 2:52,8 min | 14:34,8 min | 1000 m | |
| 2:55,8 min | 5:48,6 min | 14:34,8 min | 2000 m | |
| 2:55,2 min | 8:43,8 min | 14:34,8 min | 3000 m | |
| 2:55,8 min | 11:39,6 min | 14:34,8 min | 4000 m | |
| 2:55,2 min | 14:34,8 min | 14:34,8 min | 5000 m | |
| 2:53,8 min | 17:28,6 min | 14:26,8 min | 6000 m | |
| 2:55,4 min | 20:24,0 min | 14:26,8 min | 7000 m | |
| 2:55,6 min | 23:19,6 min | 14:26,8 min | 8000 m | |
| 2:57,2 min | 26:16,8 min | 14:26,8 min | 9000 m | |
| â | 28:08,4 min | 14:26,8 min | 6 mi | WR |
| 2:44,8 min | 29:01,6 min | 14:26,8 min | 10.000 m | WR |
Zu Beginn des Jahres fĂźhrten Zahn-, Mandel- und Ischiasbeschwerden zu hohen Trainingsdefiziten. So bestritt ZĂĄtopek erst im Mai einen ersten 5000-Meter-Lauf, dessen Zeit (14:33,0 min) die erwartete HĂśchstform vermissen lieĂ. Bei dem Mitte Juli stattfindenden Länderkampf gegen Ungarn in Prag und den anschlieĂenden Nationalmeisterschaften siegte ZĂĄtopek erneut mit mittelmäĂigen Zeiten in den dortigen 5000- und 10.000-Meter-Läufen. Eine Verbesserung der Form zeigte sich erst bei den Anfang August ausgetragenen Weltjugendfestspielen in Bukarest, wo er gleich am ErĂśffnungstag bei sehr heiĂen Temperaturen Ăźber die 5000 Meter gewann (14:08,0 min). Im zwei Tage später stattfindenden 10.000-Meter-Lauf (29:25,8 min) besiegte er die hochkarätige sowjetische Delegation, die wie Ăźblich mit hohem Anfangstempo gestartet war, durch einen taktischen Meisterlauf.cite-ref-41[41]
Nach nochmals verschärftem Training lief ZĂĄtopek am 1. November im Stadion von HouĹĄĹĽka mit 29:01,6 min Weltrekord Ăźber die 10.000 Meter und drĂźckte zugleich die Weltbestleistung Ăźber die 6-Meilen-Distanz auf 28:04,4 min. Eine besondere Ehrung wurde ihm zum Jahresende zuteil, als ZĂĄtopek zum brasilianischen Internationalen Silvesterlauf in SĂŁo Paulo geladen wurde. Bereits am Flughafen erlebte der âWeltstarâ einen Ansturm unzähliger Journalisten. Sein Hotel wurde anschlieĂend von zahlreichen Fans belagert. Eine lockere Trainingsrunde mit seinem Läuferkollegen Adolf Gruber musste durch eine motorisierte Polizei-Eskorte gesichert werden. Am eigentlichen Rennen nahmen 2140 Läufer aus 16 Nationen teil. ZĂĄtopek siegte souverän auf dem 7300 Meter langen StraĂenkurs und stellte mit 20:30 min einen neuen Streckenrekord auf.cite-ref-42[42]
1954: Europameisterschaften in Bern
| Weltrekordlauf (30. Mai 1954) [ 45 ] | Weltrekordlauf (30. Mai 1954) [ 45 ] | Weltrekordlauf (30. Mai 1954) [ 45 ] | Weltrekordlauf (30. Mai 1954) [ 45 ] |
|---|---|---|---|
| Split | Gesamtzeit | Distanz | Bemerkung |
| 2:47,1 min | 2:47,1 min | 1000 m | |
| 2:47,2 min | 5:34,3 min | 2000 m | |
| 2:49,0 min | 8:23,3 min | 3000 m | |
| 2:50,0 min | 11:13,3 min | 4000 m | |
| 2:43,9 min | 13:57,2 min | 5000 m | WR |
| Weltrekordlauf (1. Juni 1954) [ 45 ] | Weltrekordlauf (1. Juni 1954) [ 45 ] | Weltrekordlauf (1. Juni 1954) [ 45 ] | Weltrekordlauf (1. Juni 1954) [ 45 ] | Weltrekordlauf (1. Juni 1954) [ 45 ] |
|---|---|---|---|---|
| Split | Gesamtzeit | 5-km-Split | Distanz | Bemerkung |
| 2:47,8 min | 2:47,8 min | 14:27,6 min | 1000 m | |
| 2:56,4 min | 5:44,2 min | 14:27,6 min | 2000 m | |
| 2:54,0 min | 8:38,2 min | 14:27,6 min | 3000 m | |
| 2:55,8 min | 11:34,0 min | 14:27,6 min | 4000 m | |
| 2:53,6 min | 14:27,6 min | 14:27,6 min | 5000 m | |
| 2:55,4 min | 17:23,0 min | 14:26,6 min | 6000 m | |
| 2:53,4 min | 20:16,4 min | 14:26,6 min | 7000 m | |
| 2:55,2 min | 23:11,6 min | 14:26,6 min | 8000 m | |
| 2:55,8 min | 26:07,4 min | 14:26,6 min | 9000 m | |
| â | 27:59,2 min | 14:26,6 min | 6 mi | WR |
| 2:46,8 min | 28:54,2 min | 14:26,6 min | 10.000 m | WR |
ZĂĄtopeks Training richtete sich im FrĂźhjahr 1954 voll auf seine Titelverteidigung im 5000- und 10.000-Meter-Lauf bei den im August anstehenden Leichtathletik-Europameisterschaften in Bern. Allein in den Monaten März und April brachte er es auf 1845 Laufkilometer. Zudem bestritt er zahlreiche Vorbereitungsrennen, so am Abend des 30. Mai Ăźber 5000 Meter im Pariser Stade de Colombes, bei dem ZĂĄtopek in einer Zeit von 13:57,2 min Ăźberraschend Weltrekord lief. Zwei Tage später dĂźpierte er seine Gegner bei einem 10.000-Meter-Lauf in BrĂźssel, durchbrach die âmagischeâ 29-Minuten-Marke (28:54,2 min) und errang neben einem neuerlichen Weltrekord Ăźber diese Distanz noch gleich jenen Ăźber die 6 Meilen. Er siegte auch Ăźber die 5000-Meter-Distanz bei den Nationalmeisterschaften Anfang August in Prag, wobei er auf den 10.000-Meter-Lauf zugunsten der bevorstehenden Europameisterschaften in Bern verzichtete.cite-ref-46[46]
So galt ZĂĄtopek als klarer Favorit fĂźr Bern. In dem am 25. August angesetzten 10.000-Meter-Rennen unter Flutlicht lief er in einem hochklassigen Starterfeld einen ungefährdeten Sieg vor seinem ungarischen Kontrahenten JĂłzsef KovĂĄcs und dem Briten Frank Sando mit neuem Europameisterschaftsrekord (28:58,0 min) heraus. Entgegen seiner Ăźblichen Taktik, das Feld zunächst aus dem Mittelfeld heraus zu beobachten, ging ZĂĄtopek gleich zu Beginn des Rennens in FĂźhrung. In Runde zehn betrug sein Vorsprung auf Schade etwa 45 Meter, dem wiederum KovĂĄcs, Sando, MihaliÄ, Driver und der Rest des Feldes folgten. Bei Kilometer fĂźnf betrug sein Vorsprung gegenĂźber Schade bereits 100 Meter, der seinerseits von Sando und KovĂĄcs hart bedrängt wurde. In Runde 22 fiel Schade auf den vierten Rang zurĂźck. Während ZĂĄtopek siegte, Ăźberspurtete KovĂĄcs noch seinen britischen Kontrahenten Sando und wurde vor diesem Zweiter. Im Vorlauf zum 5000-Meter-Rennen am Folgetag erreichte ZĂĄtopek die Qualifikation fĂźr das Finale nur mit MĂźhe. Der Endlauf fand am 29. August bei sengender Hitze statt und wurde von Beginn an vom aufsteigenden sowjetischen âSuperstarâ Wolodymyr Kuz dominiert, der seinen Kontrahenten keine Chance lieĂ und mit neuem Weltrekord (13:56,6 min) siegte. ZĂĄtopek musste sich auch noch Chataway geschlagen geben und wurde Dritter.cite-ref-47[47]
Eine weitere Niederlage erlebte ZĂĄtopek am 23. Oktober, als er beim Länderkampf gegen die UdSSR erstmals seit 1948 auf heimischem Boden einen 5000-Meter-Lauf, abermals gegen Kuz, verlor. Tags darauf siegte er Ăźber die 10.000-Meter-Distanz. Insgesamt hatte ZĂĄtopek in diesem Jahr 7888 km läuferisch zurĂźckgelegt und war mit dem Ehrentitel âMeister des Sportsâ ausgezeichnet worden.cite-ref-48[48]
Abstieg
1955: Rßckschläge
| Weltrekordversuch (15. Mai 1955) [ 49 ] | Weltrekordversuch (15. Mai 1955) [ 49 ] | Weltrekordversuch (15. Mai 1955) [ 49 ] | Weltrekordversuch (15. Mai 1955) [ 49 ] |
|---|---|---|---|
| Split | Gesamtzeit | 5-km-Split | Distanz |
| 2:51,0 min | 2:51,0 min | 14:26,2 min | 1000 m |
| 2:53,8 min | 5:44,8 min | 14:26,2 min | 2000 m |
| 2:53,0 min | 8:37,8 min | 14:26,2 min | 3000 m |
| 2:54,0 min | 11:31,8 min | 14:26,2 min | 4000 m |
| 2:54,4 min | 14:26,2 min | 14:26,2 min | 5000 m |
| 2:55,8 min | 17:22,0 min | 15:06,8 min | 6000 m |
| 2:58,4 min | 20:20,4 min | 15:06,8 min | 7000 m |
| 3:04,0 min | 23:24,4 min | 15:06,8 min | 8000 m |
| 3:05,0 min | 26:29,4 min | 15:06,8 min | 9000 m |
| 3:03,6 min | 29:33,0 min | 15:06,8 min | 10.000 m |
Die Niederlagen des Vorjahres hatten der sportlichen Konkurrenz vor Augen gefĂźhrt, dass die Dominanz des bisher als unschlagbar geltenden Emil ZĂĄtopek gebrochen werden konnte. Insbesondere die âjungen Wildenâ, wie der mittlerweile 32-jährige ZĂĄtopek die Schar nachdrängender Talente â vor allem aus Osteuropa â nannte, trainierten vorwiegend nach seinem Prinzip und erreichten binnen kĂźrzester Zeit läuferische Spitzenwerte. Hierzu zählte neben den sowjetischen Läufern Kuz und Anufrijew sowie dem Ungarn SĂĄndor Iharos auch Landsmann Ivan Ullsperger, der als mĂśglicher Nachfolger ZĂĄtopeks gehandelt wurde. Ungeachtet dessen trainierte er in gewohnter Manier weiter, wobei er mangels internationaler Meisterschaften neuerliche Weltrekordversuche Ăźber die 6-Meilen-Distanz, den 10.000-Meter-Lauf im ersten Halbjahr und Ăźber die 15 Meilen sowie 25.000 Meter im zweiten Halbjahr plante.cite-ref-phillips-107-50-0[50]cite-ref-51[51]
So fand am 14. Mai 1955 im Stadion von HouĹĄĹĽka in StarĂĄ Boleslav die Weltrekordveranstaltung Ăźber die 6-Meilen beziehungsweise 10.000 Meter statt. Am Renntag herrschte raues Wetter, ZĂĄtopek lief unter seinen Erwartungen. Ullsperger, der als Tempomacher fungieren sollte, enteilte seinem Mentor ab Kilometer acht. Am Ende wurden beide Weltrekordvorgaben verpasst. Ullsperger schlug ZĂĄtopek am 28. Mai in BrĂźnn und am 9. Juni in Prag Ăźber die 5000 Meter ebenfalls deutlich. Am 16. Juni lief er in Belgrad Ăźber die gleiche Distanz als FĂźnfter und bei den anschlieĂenden Weltjugendfestspielen in Warschau nur als Sechster Ăźber die Ziellinie. Anzeichen von Resignation zeigte ZĂĄtopek jedoch nicht und am 24./25. August 1955 gewann er beim Länderkampf gegen Frankreich den 5000-Meter-Lauf in persĂśnlicher Jahresbestleistung (14:24,4 min). Eine Woche später bezwang er seine Gegner im 5000- und 10.000-Meter-Lauf im Länderkampf gegen Polen. Im folgenden Länderkampf gegen das Vereinigte KĂśnigreich Mitte September siegte er Ăźber die 10.000-Meter-Distanz vor Pirie, unterlag ihm jedoch im 5000-Meter-Lauf. Im Mitte Oktober ausgetragenen Städtekampf London gegen Prag wurde ZĂĄtopek im 10.000-Meter-Lauf Dritter; im 5000-Meter-Rennen bezwang ihn Pirie erneut. Am 29. Oktober dieses Jahres lief ZĂĄtopek anlässlich der ErĂśffnung des Stadions des Friedens in ÄelĂĄkovice seine zu Jahresbeginn anvisierten beiden Weltrekorde Ăźber die 15 Meilen (1:14:01,0 h) und Ăźber die 25 km (1:16:36,4 h), die fast zehn Jahre Bestand hatten und erst 1965 von Ron Hill unterboten wurden.cite-ref-52[52]
1956: Olympische Spiele in Melbourne
ZĂĄtopek versuchte um die Jahreswende 1955/56 seine schwindende Ăberlegenheit durch noch einmal intensiviertes Training zu kompensieren. Hierbei zog er sich eine Läsion der Leiste zu, die im Juli operativ behandelt werden musste, weshalb er nur eine Handvoll Vorbereitungsrennen fĂźr die bevorstehenden Olympischen Spiele in Melbourne bestreiten konnte, bei denen er die Titelverteidigung im Marathonlauf anstrebte. Im selben Monat verlor er seine Weltrekorde Ăźber die 6 Meilen und 10.000 Meter an den Ungarn Iharos.cite-ref-54[54]
Daher war ZĂĄtopek nach seiner Ankunft im olympischen Dorf recht pessimistisch, an die Leistung von 1952 anknĂźpfen zu kĂśnnen. Der Start zum Marathonlauf erfolgte am 1. Dezember um 15:15 Uhr Ortszeit bei einer Temperatur von Ăźber 30 °C. Am Marathon nahmen 46 Läufer aus 23 Nationen teil. Die Strecke bot ihren Läufern nur wenig Schatten, weshalb ZĂĄtopek, der sich zu Beginn im Mittelfeld einreihte, eine leichte Kopfbedeckung trug. Nach etwa 10 gelaufenen Kilometern hatte sich eine zehnkĂśpfige Spitzengruppe formiert, die von einer zweiten, von ZĂĄtopek angefĂźhrten Gruppe verfolgt wurde. Nach etwa 15 Kilometern vereinigten sich die beiden Gruppen. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits neun Kontrahenten wegen der enormen Hitze aufgegeben. FĂźhrender war weiterhin Mimoun, dessen Vorsprung ab Kilometer 25 etwa eine Minute auf den Sechstplatzierten ZĂĄtopek betrug. Dieser hatte eigene Probleme. Durch den glĂźhend heiĂen Asphalt begannen sich seine Schuhsohlen aufzulĂśsen, wodurch sein RĂźckstand anwuchs. Mit stark schmerzenden und blutenden FĂźĂen erreichte er schlieĂlich in einer Zeit von 2:29:34 h und damit mehr als 4 ½ Minuten hinter Mimoun als Sechster das Ziel. Das Publikum begleitete ihn auf der letzten Stadionrunde mit Ovationen, im Ziel sank der vĂśllig entkräftete ZĂĄtopek auf dem Rasen zusammen. Später gab er der Presse bekannt, dass dies sein letztes Rennen gewesen sei.cite-ref-askwith-the-independent-17-1[17]cite-ref-55[55]
1957: RĂźcktritt
Im März 1957 erklärte der mittlerweile 34-jährige ZĂĄtopek seine Absicht, zum Jahresende vom aktiven Sport zurĂźckzutreten. Damit revidierte er zugleich seine letztjährige Aussage, keine Rennen mehr bestreiten zu wollen. Insgesamt lief er noch neunzehn Wettbewerbe Ăźber die 5000- und 10.000-Meter-Distanz, von denen er bei neun siegte â beispielsweise Ende Juni in Krakau, wo er beim Länderkampf Polens gegen die Tschechoslowakei das 10.000-Meter-Rennen fĂźr sich entscheiden konnte. Bei seinen letzten Nationalmeisterschaften Ende August im heimischen Prag wurde er Ăźber dieselbe Distanz Zweiter. Anfang September erfĂźllte ZĂĄtopek gegenĂźber seinem einstigen Kontrahenten Schade ein Versprechen aus dem Jahr 1952 und lief in dessen Heimatstadt Solingen ein weiteres 10.000-Meter-Rennen. In diesem und im Folgemonat bestritt er auĂerdem seine letzten drei Länderkämpfe. Der Auftakt hierzu erfolgte am 14. September in Prag, wo er gegen eine ungarische Auswahl im 10.000-Meter-Lauf Zweiter wurde. Am 22. September siegte er in Ost-Berlin Ăźber 10.000 Meter, und bei der anschlieĂenden âRĂźckrundeâ gut einen Monat später am 12. Oktober in BrĂźnn lief er Ăźber die gleiche Distanz als Zweiter (29:25,8 min) Ăźber die Ziellinie. Insgesamt war er während seiner Ăźber zehnjährigen Laufkarriere mehr als 80.000 km (Ăźber 50.000 Meilen) gelaufen.cite-ref-56[56]
Im Folgejahr war ZĂĄtopek noch Gaststarter bei einem Crosslaufevent im spanischen San SebastiĂĄn sowie bei einem 10.000-Meter-Lauf in Peking. AnschlieĂend entschied er sich dagegen, als Trainer zu arbeiten, und widmete sich seinen Dienstaufgaben im Verteidigungsministerium. Ab 1960 fĂźhrten diverse Auslandsdelegierungen das Ehepaar ZĂĄtopek nach China, Korea, Vietnam, Ăgypten, Tunesien, Syrien und Kuba, 1963 folgte ein fast einjähriger Aufenthalt in Indonesien. Ferner wurde das prominenteste tschechoslowakische Sportpaar von ehemaligen Mitstreitern, Weggefährten und aufstrebenden jungen Sporttalenten aufgesucht, mit denen ZĂĄtopek neben persĂśnlichen Gesprächen brieflich korrespondierte.cite-ref-57[57]
Prager FrĂźhling
PersĂśnliche Rolle
ZĂĄtopek nahm aktiv am Prager FrĂźhling teil, einer Reformbewegung, die eine Liberalisierung und Demokratisierung der Tschechoslowakei einzuleiten versuchte. Zusammen mit seiner Frau, dem Skispringer JiĹĂ RaĹĄka und der Kunstturnerin VÄra ÄĂĄslavskĂĄ gehĂśrte er zu den vier Olympiasiegern, die mit weiteren hochrangigen PersĂśnlichkeiten des Landes das dafĂźr maĂgebliche Manifest der 2000 Worte unterschrieben, insbesondere, weil er sich den Grundidealen des Sozialismus verbunden fĂźhlte.cite-ref-58[58]
In der Nacht des Einmarsches der Truppen der Warschauer-Pakt-Staaten vom 20. auf den 21. August 1968 in Prag, die den Reformbestrebungen ein Ende setzten, befand sich ZĂĄtopek auf dem Heimweg von einer Feier. Am frĂźhen Morgen des 21. Augusts eilte er in Zivilkleidung zum Wenzelsplatz, wo sich bereits tausende Demonstranten versammelt hatten, um sich den aufgefahrenen russischen Panzern in den Weg zu stellen. Dort angekommen, sprach er vom Podest der Wenzelsstatue zu seinen MitbĂźrgern und einer Handvoll westlicher Journalisten und verurteilte die Invasion auf das schärfste. Die Lage eskalierte, als die Panzer von aufgebrachten Menschenmengen mit Pflastersteinen attackiert wurden und sowjetische Truppen die Räumlichkeiten von Radio Praha gestĂźrmt und dessen Mitarbeiter mit Waffengewalt vertrieben hatten. Im Lauf des Tages gab es auf beiden Seiten zahlreiche Tote und Verletzte. ZĂĄtopek beschloss daraufhin seine Popularität zu nutzen, um das Gespräch mit sowjetischen Soldaten zu suchen. So kletterte er in Uniform auf einen sowjetischen Panzer und appellierte an dessen Besatzung, wieder nach Hause zu fahren. In den Folgetagen suchte er weitere Dialoge mit Sowjetoffizieren und versuchte sie vergeblich mit dem Argument eines âfriedlichen Miteinandersâ im Geiste der bevorstehenden Olympischen Spiele 1968 zu einem maĂvollen Umgang zu bewegen.cite-ref-59[59]cite-ref-askwith-independent-2-60-0[60]
ZĂĄtopek verstärkte daraufhin seine Aktivitäten und beklebte beispielsweise Wände mit Protestplakaten. Am 22. August sprach er erneut auf dem Wenzelsplatz zu einer groĂen Menschenmenge. Dabei forderte er unter anderem den Ausschluss der Sowjetunion von den diesjährigen Olympischen Spielen. DarĂźber hinaus beschuldigte er die sowjetischen Streitkräfte, willentlich und rechtswidrig die Souveränität eines friedlichen sozialistischen Bruderstaates verletzt zu haben. Nach einem weiteren Ăśffentlichen Gespräch, dieses Mal Ăźber einen illegalen freien Radiosender am 23. August, geriet ZĂĄtopek, der sich Ăźber diese kritischen Tage hinweg in unterschiedlichen Häusern aufhielt, um einer mĂśglichen Verhaftung zu entgehen, ins Visier des KGB und des tschechoslowakischen Geheimdienstes StB. Zu diesem Zeitpunkt war ZĂĄtopek bewusst, dass seine Militärkarriere zu Ende sein wĂźrde.cite-ref-61[61]
Am 24. August wiederholte er in einem gedruckten Zeitungsinterview die Forderung, die Sowjetunion von den Olympischen Spielen auszuschlieĂen, zu denen er und seine Frau als Ehrengäste bereits geladen waren. Wohl aus diesem Grund befĂźrchtete er vorerst keine Repressalien. Am 26. August gab er gegenĂźber einer franzĂśsischen Filmcrew ein letztes Interview, in dem er zum wiederholten Male dem tschechoslowakischen Volk das Recht auf Souveränität zusprach und die sowjetische Intervention scharf verurteilte. Am selben Tag wurde das Moskauer Protokoll ratifiziert, das den Prager FrĂźhling faktisch beendete. Im Anschluss reiste ZĂĄtopek zusammen mit seiner Frau unbeschadet nach Mexiko-Stadt, wo sie gemeinsam den Spielen beiwohnten. In dortigen Interviews hielt sich ZĂĄtopek mit kritischen Aussagen gegenĂźber der Sowjetunion oder der tschechoslowakischen StaatsfĂźhrung zurĂźck und gab sich diplomatisch zurĂźckhaltend. Nach den Spielen kehrten die ZĂĄtopeks Ende Oktober 1968 nach Prag zurĂźck, wo RegierungsangehĂśrige jeglichen Kontakt zu ausländischen Medienvertretern unterbanden. Als dort britische Journalisten dem Paar eine Flucht nach GroĂbritannien anboten, lehnte er ab. Im November 1968 wurde ZĂĄtopek vom Verteidigungsministerium unter Androhung dienstlicher Konsequenzen aufgefordert, sich weiterer Kritik am System zu enthalten und sich den Vorschriften und Regeln der Armee zu fĂźgen.cite-ref-62[62]
Jahre später fasste er seine Motivation wie folgt zusammen:
âIch halte es fĂźr unmodern, mit Waffen die Welt zu verändern. Man soll mit Gedanken und Vernunft und mit guten Absichten die Welt ändern, aber nicht mit Waffen.â
â
Emil ZĂĄtopek
:
Interview
Diffamierung
Zu Anfang des Jahres 1969 begann ZĂĄtopeks Ăśffentliche Diskreditierung â mit einer Aussage des ostdeutschen Langstreckenläufers Friedrich Janke, der ihm vorwarf, seine âpolitischen Ăberzeugungen wie ein Hemd wechseln zu kĂśnnenâ, und mit einem Artikel in der sowjetischen Sportzeitschrift Sowjetski Sport, in dem ZĂĄtopek als âVerräterâ bezeichnet wurde. Nach der Selbstverbrennung des Studenten Jan Palach am 19. Januar 1969 aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager FrĂźhlings und weiteren Nachahmern suchte ZĂĄtopek auf der StraĂe Kontakt zu aufgebrachten Studenten. Unter anderem dafĂźr erhielt er am 19. Januar einen offiziellen Tadel des Verteidigungsministeriums und wurde seiner Dienststellung enthoben. Zugleich wurde ihm der Posten eines Jugendtrainers beim FK Dukla Ăźbertragen, was einer Degradierung gleichkam.cite-ref-63[63]
Am 20. Februar 1969 behauptete VilĂŠm Novy, ein Mitglied des Zentralkomitees der KSÄ, dass Palach von einer Gruppe VerschwĂśrer zu seiner Aktion Ăźberredet worden sei und diese seinen Tod billigend in Kauf genommen hätten. Zu den namentlich Beschuldigten gehĂśrten neben ZĂĄtopek die Schriftsteller VladimĂr Ĺ kutina und Pavel Kohout, der Schachspieler LudÄk Pachman und der StudentenfĂźhrer LubomĂr HoleÄek. Gegen die absurde Behauptung Novys reichten die Beschuldigten vier Wochen später eine Verleumdungsklage ein, die erfolglos blieb. Nach weiteren abfälligen Bemerkungen ZĂĄtopeks, unter anderem dass die Ausgaben fĂźr die tschechoslowakische Armee besser fĂźr Bildung verwendet worden wären, wurde er am 21. April 1969 von seiner Tätigkeit als Jugendtrainer suspendiert. Ein militärgerichtliches Verfahren gegen ihn wurde eingeleitet, in dem ihm illegale politische Aktivitäten, Verbreitung von Falschmeldungen sowie Befehlsverweigerung vorgeworfen wurden. Er bestritt alle Anschuldigungen und erklärte vor Pressevertretern, kein Staatsfeind oder Konterrevolutionär zu sein. ZĂĄtopek wurde jedoch zum SĂźndenbock gemacht, mit Wirkung zum 1. Oktober des Jahres aus der Armee entlassen und zugleich aus der Partei ausgeschlossen, in der er den demokratischen FlĂźgel unterstĂźtzt hatte. Auf eine Haftstrafe wurde wegen seiner frĂźheren Verdienste und aufgrund brieflicher Einwendungen westlicher Athleten und Freunde gegenĂźber der Regierung, die einen immensen Prestigeverlust fĂźr das Land bedeutet hätten, verzichtet. Seine Entlassung aus dem Militärdienst war Teil einer landesweiten politischen Säuberungswelle, die bis Mitte der 1970er Jahre circa 11.000 Offiziere und 30.000 Unteroffiziere ihre Stellung kostete.cite-ref-64[64]cite-ref-askwith-independent-2-60-1[60]
Folgen
Seiner finanziellen EinkĂźnfte und sportlichen Aktivitäten beraubt, schlug sich ZĂĄtopek als Persona non grata zunächst als MĂźllmann durch, bevor er mit Hilfe von Freunden eine Anstellung im GroĂunternehmen StavebnĂ Geologie fand, welches im Auftrag des Staates Bodenschätze erkundete. Daneben betätigte sich die Firma, die mehr als 1000 Beschäftigte zählte, im Brunnen-, Graben- und Untertagebau sowie im Bohrgeschäft. ZĂĄtopek arbeitete hier bis 1973 als Wanderarbeiter unter teils schwersten Arbeitsbedingungen. Die oft wochenlangen Einsätze fĂźhrten zu familiären Differenzen und schwerem Alkoholismus. Untergebracht war der Bautrupp, dem ZĂĄtopek angehĂśrte, in gewĂśhnlichen Bauwagen, Maringotka genannt. Als ihn Ăźberraschend ein spanischer Sportbeamter bei seiner Arbeit aufsuchte, zeigte sich dieser vom kĂśrperlichen Verfall und der Behandlung des einstigen Weltstars schockiert. ZĂĄtopek ertrug jedoch die ihm Ăźbertragenen Aufgaben, wozu auĂerdem Stollenarbeiten in der ehemaligen Uranmine DĹŻl Svornost zählten, mit sportlichem Ehrgeiz. Bei einem seiner seltenen Besuche zu Hause in Prag wurde er auf offener StraĂe von ArmeeangehĂśrigen verprĂźgelt. Er ertrug dies und andere Repressalien wie die Tilgung seines Namens aus SchulbĂźchern und die RĂźckbenennung des nach ihm benannten Stadions in HouĹĄĹĽka mit GleichgĂźltigkeit und fand sich mit der gegebenen Situation ab; er verdiente relativ gut, lebte unbehelligt in seinem Haus und hatte Freunde, die zu ihm hielten. Während dieser Zeit muss bei ZĂĄtopek eine gewisse Art von Läuterung eingetreten sein, die gestĂźtzt wird durch seine Aussage: âIch war bereit, an den Rand des Abgrundes zu gehen, aber nicht hineinzuspringen!âcite-ref-65[65]cite-ref-askwith-independent-2-60-2[60]
ZĂĄtopek wurde 1972 als Ehrengast zu den Olympischen Spielen in die Bundesrepublik geladen, was die tschechoslowakische StaatsfĂźhrung unter Druck setzte. Zum einen war dem westlichen Ausland schwer zu vermitteln, warum ein ehemaliger Spitzensportler des Landes gleich einem Strafarbeiter behandelt wurde. Zum anderen war man sich der herausragenden sportlichen Verdienste ZĂĄtopeks und ihres propagandistischen Nutzens bewusst. Dagegen trat die BefĂźrchtung, ZĂĄtopek kĂśnne die Reise zur Flucht nutzen. Die Annahme der Einladung wurde ZĂĄtopek schlieĂlich unter der Bedingung gewährt, dass seine Frau als Faustpfand in Prag zurĂźckbleiben mĂźsse. ZĂĄtopek akzeptierte dies und reiste im Sommer 1972 in die bayerische Landeshauptstadt MĂźnchen. Dort traf er auf zahlreiche ehemalige und aktive Sportler, Weggefährten und Politiker wie den amtierenden Bundeskanzler Willy Brandt. Auf politische Aussagen verzichtete er. GegenĂźber engeren Freunden gab er jedoch zu, sich während dieser Tage wieder als Mensch behandelt zu wissen. Ăberschattet wurden die Spiele durch die Geiselnahme von MĂźnchen, die ZĂĄtopek als Verfechter des olympischen Gedankens zutiefst schockierte. Am Abreisetag erwarteten ihn hunderte von Autogrammjägern am MĂźnchner Flughafen.cite-ref-66[66]
Neuanfang
Im Sommer 1973 begann sich das Verhältnis zwischen StaatsfĂźhrung und ZĂĄtopek langsam zu normalisieren, insbesondere da er bereits zwei Jahre zuvor seine Unterschrift unter dem Manifest der 2000 Worte Ăśffentlich widerrufen hatte. Diese Gegenerklärung und weitere staatstreue Deklarationen stieĂen auf Seiten der Dissidentenbewegung auf Unverständnis. Im Oktober 1973 durfte ZĂĄtopek zu den Trauerfeierlichkeiten seines Idols Paavo Nurmi nach Helsinki reisen. Etwa zur gleichen Zeit wurden die Restriktionen gegen ihn im Zuge der tschechoslowakischen Normalisierung schrittweise aufgehoben, da angenommen wurde, von ZĂĄtopek gehe keine Gefahr mehr fĂźr Staat und Partei aus. Er erhielt 1974 eine Anstellung im Sport-Dokumentationszentrum in Prag und durfte wieder regelmäĂig Freunde und Bekannte im Ausland besuchen. Sein kleines BĂźro befand sich in einem Nebentrakt unter dem Strahov-Stadion. Dort war er mit der Sichtung und Auswertung ausländischer Sportpublikationen betraut. ZĂĄtopek bezeichnete die Arbeit als anspruchslos und bescheiden und sah sich in der Rolle eines âSportspionsâ. Sein neues Betätigungsfeld, das er bis zu seinem Renteneintritt 1982 ausĂźbte, wurde international Ăźberwiegend positiv wahrgenommen.cite-ref-67[67]cite-ref-askwith-independent-2-60-3[60]
ZĂĄtopek erhielt 1975 in Paris den âFair-Play-Preisâ der UNESCO und 1977 das âDiplom erster Klasseâ vom Präsidenten des nationalen Verbandes fĂźr LeibesĂźbungen. Im gleichen Jahr war er Ehrengast beim New-York-City-Marathon und hatte einen Auftritt bei der Filmserie M*A*S*H, wo ZĂĄtopek sich in der Episode The M*A*S*H Olympics selbst spielte. An der ab 1977 aufkommenden Liberalisierungsbewegung des Landes unter dem Begriff Charta 77 beteiligte sich ZĂĄtopek, durch seine Erfahrungen von 1968 geprägt, nicht. In den Folgejahren war er Gast bei zahlreichen Sportveranstaltungen, unter anderem 1980 in der Schweiz und in Japan und 1981 als Startgeber zum Frankfurt-Marathon. Im Jahr 1983 war er bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Helsinki zugegen und besuchte anschlieĂend ein nach ihm benanntes StraĂenrennen in Melbourne. Die Einladung des IOC zu den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles lehnte er im Zuge des Boykotts durch die Warschauer-Pakt-Staaten ab. Der schon seit einigen Jahren an Herz-Kreislauf-Problemen leidende ZĂĄtopek erlitt 1986 einen Herzanfall, der unter anderem auf seine ungesunde Lebensweise in den Jahren als Wanderarbeiter und auf ĂźbermäĂigen Alkoholkonsum zurĂźckzufĂźhren war. Im Jahr 1987 war er abermals Startgeber, diesmal fĂźr einen Volkslauf im Londoner Hyde Park. Im Jahr darauf hatte er groĂen Anteil daran, dass der erste Freundschaftslauf zwischen den Partnerstädten Wuppertal und KoĹĄice durchgefĂźhrt wurde.cite-ref-68[68]cite-ref-munzinger-69-0[69]
Wendezeiten
Rehabilitation
Mit dem sowjetischen Politikwechsel unter Michail Gorbatschow hin zu Perestroika und Glasnost sowie dem Verzicht auf eine sowjetische Vormachtstellung in Ostmitteleuropa kam es ab Herbst 1988/89 zunächst in Polen, später in Ungarn, Bulgarien und der DDR zu weitreichenden Reform- und Demokratiebewegungen, die im Zerfall der jeweiligen Regime und in einer Systemtransformation endeten. In der Tschechoslowakei geschah dies ab Oktober 1989 unter dem Begriff der Samtenen Revolution. Zåtopek, von den Erfahrungen ab 1968 belastet, reagierte auf die politischen Umwälzungen in seinem Land zurßckhaltend. Am 17. November 1989 war es in Prag zu ersten Unruhen gekommen, als eine Studentendemonstration von Polizisten niedergeprßgelt wurde. Proteste, Streiks und Massendemonstrationen mit mehreren 100.000 Teilnehmern folgten. Am 30. November trat die Staatsfßhrung zurßck. Våclav Havel, der spätere erste Präsident der Tschechischen Republik, verkßndete daraufhin alsbaldige freie Wahlen. Am 1. Dezember 1989 versammelten sich ßber eine Million Menschen auf der Letnå-Ebene vor Prag, darunter die Zåtopeks, die bis dato die Geschehnisse nur im Fernsehen verfolgt hatten. Nach Havels Regierungsantritt im Dezember 1989 folgte eine weitreichende Amnestieerklärung fßr politisch Verfolgte; Zåtopek wurde am 11. März 1990 offiziell rehabilitiert. Der neue Verteidigungsminister Miroslav Vaťek entschuldigte sich darßber hinaus Üffentlich fßr Zåtopeks Entlassung aus dem Armeedienst.cite-ref-70[70]
Mit der Demokratisierung und Ăffnung der Tschechischen und Slowakischen FĂśderativen Republik zum Westen hin stieg ZĂĄtopeks Popularität und damit das mediale Interesse sprunghaft an. Er fĂźhrte unzählige Interviews und Gespräche mit westlichen Journalisten und ehemaligen Weggefährten und Freunden. ZĂĄtopek nutzte in der Folgezeit die neue Reisefreiheit, besuchte Freunde in Argentinien und den Vereinigten Staaten und war Gast bei den Olympischen Spielen 1992 im spanischen Barcelona.cite-ref-71[71]
Letzte Lebensjahre
ZĂĄtopek war 1994 Gast bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Helsinki. Während einer Griechenlandreise erlitt er 1995 am Athener Flughafen einen leichten Schlaganfall, von dem er sich jedoch rasch erholen konnte. In der Folge wurde ZĂĄtopek, der mittlerweile stark Ăźbergewichtig war, zunehmend depressiv, was durch den Verlust eines GroĂteils seiner Geschwister und enger Freunde verstärkt wurde. Hierzu zählten beispielsweise Gordon Pirie (â 1991), Gaston Reiff (â 1992) und Reinaldo Gorno (â 1994). Im Juni 1995 war ZĂĄtopek Gaststarter des Prag-Marathons gewesen. Wenig später hatte er einen Cameo-Auftritt in einem Werbespot fĂźr seinen langjährigen Sponsor Adidas, der ihn in seiner aktiven Zeit mit Schuhen und Kleidung ausgerĂźstet hatte. Im September des Jahres reiste er zum ISTAF Berlin, wo ihn der Filmemacher Hagen BoĂdorf begleitete und hierĂźber einen Dokumentarfilm drehte. Ab 1996 verschlechterte sich ZĂĄtopeks Gesundheitszustand weiter. Gehen fiel ihm zunehmend schwerer, er war zeitweise auf einen Gehstock angewiesen. Hinzu trat ab 1997 Altersdemenz ein. Im selben Jahr wurde er in Tschechien zum âAthleten des Jahrhundertsâ gewählt. Präsident Havel verlieh ihm 1998 die goldene Verdienstmedaille, wohingegen in anderen Quellen vom Orden des WeiĂen LĂśwen die Rede ist. In diesem Jahr erlitt ZĂĄtopek einen zweiten Schlaganfall, der zum vorĂźbergehenden Sprachverlust fĂźhrte. Im Jahr 1999 gab er einem britischen Zeitungsreporter ein letztes Interview.cite-ref-askwith-335-351-359-72-0[72]
Tod und Beisetzung
Nach einer schweren LungenentzĂźndung und weiteren Schlaganfällen wurde ZĂĄtopek im Spätsommer 2000 in das Zentrale Militärkrankenhaus in Prag verbracht, wo er an den Folgen seines letzten Schlaganfalls am 21. November 2000 starb. ZĂĄtopeks Tod sorgte national wie international fĂźr bestĂźrzte Reaktionen in den Medien. Die Trauerfeier mit 800 Gästen aus aller Welt und hochrangigen Vertretern wie Ministerpräsident MiloĹĄ Zeman fand am 6. Dezember 2000 im Prager Nationaltheater statt. Das von Havel vorgeschlagene Staatsbegräbnis wurde auf Bitte der Witwe schlicht gehalten. Nach den Trauerfeierlichkeiten wurde der mit der Staatsflagge bedeckte und von den hĂśchsten Sportlern des Landes getragene Sarg zur Einäscherung in ein Krematorium ĂźberfĂźhrt. Noch am gleichen Tag wurde ZĂĄtopek vom IOC posthum die Pierre-de-Coubertin-Medaille fĂźr auĂergewĂśhnliches sportliches Verhalten und von der IAAF der Goldene Verdienstorden verliehen. Seine Urne wurde auf dem Ehrenfriedhof âValaĹĄskĂ˝ SlavĂnâ (Walachisches Freilichtmuseum) an der St.-Anna-Kirche in RoĹžnov pod RadhoĹĄtÄm beigesetzt.cite-ref-73[73]cite-ref-askwith-335-351-359-72-1[72] Es wurde zunächst nur eine Hälfte der Asche beigesetzt. Die andere Hälfte wurde seiner Ehefrau Dana Ăźbergeben.cite-ref-74[74]
Nachhall
WĂźrdigungen
Zwei Jahre nach seinem Tod wurde in Prag ein Denkmal fĂźr ZĂĄtopek eingeweiht. Zwei weitere Statuen von ihm befinden sich am Stadion in ZlĂn sowie auf dem Gelände des Olympischen Museums in Lausanne. Der im November 1989 entdeckte Asteroid (5910) ZĂĄtopek wurde 1996 nach ihm benannt.cite-ref-75[75] Im Dezember 2006 benannte die tschechische Staatsbahn einen Schnellzug nach ihm, 2016 Ĺ koda Transportation die Lokomotive Ĺ koda 109E. Jean Echenoz verĂśffentlichte 2011 unter dem Titel Laufen (Originaltitel: Courir) eine Romanbiographie Ăźber ZĂĄtopek.cite-ref-76[76] Dieser gehĂśrte 2012 als einer von zwĂślf Leichtathleten der Erstauswahl der neu geschaffenen IAAF Hall of Fame an. Im Februar 2013 wählten ihn die Journalisten des Magazins Runnerâs World zum grĂśĂten Läufer aller Zeiten (âGreatest Runner of All Timeâ). Ferner sind mehrere Schulen nach ihm benannt worden, etwa die Grundschule in KopĹivnice sowie Schulen in ZlĂn und TĹinec. Bei den Olympischen Spielen 2016 trug jeder tschechische Athlet zum Gedenken an ZĂĄtopek ihm nachempfundene Läufer-Strichmännchen auf dem Sportdress.cite-ref-77[77]cite-ref-munzinger-69-1[69] Zu seinen Ehren stellte der AktionskĂźnstler David ÄernĂ˝ im Zusammenhang der Spiele Plastiknachbildungen der Beine ZĂĄtopeks in Prag, Rio und in anderen Städten weltweit aus.cite-ref-78[78]
Verhältnis zum Staatssicherheitsdienst
Nach der AuflĂśsung der bisherigen tschechoslowakischen SicherheitsbehĂśrden in der Systemtransformation ab 1990 wurden die Aktenbestände des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes (StB) der Ăffentlichkeit zugänglich gemacht; ab 1998 wurden VorwĂźrfe Ăśffentlich diskutiert, ZĂĄtopek habe mĂśglicherweise als Spitzel gearbeitet.
In den vorhandenen Unterlagen wird ZĂĄtopek unter den Decknamen âAtletâ und âMacekâ gefĂźhrt, wobei handschriftliche Aufzeichnungen von ihm fehlen. Zu einer etwaigen Tätigkeit als Informant hat sich ZĂĄtopek nie Ăśffentlich geäuĂert. Thesen Ăźber eine genaue Betätigung sind daher spekulativ. WomĂśglich hat ZĂĄtopek als ArmeeangehĂśriger während seiner zahlreichen Auslandsreisen Niederschriften fĂźr das StB verfasst, von denen jedoch keine erhalten ist. MĂśglich ist ferner, dass seine namentlichen Erwähnungen auf Observationsberichten von StB-Mitarbeitern beruhen oder ZĂĄtopek â in welcher Form auch immer â zur Kooperation gezwungen worden ist. Die einzige ZĂĄtopek klar belastende Aussage stammt vom ehemaligen StB-Spitzenagenten Josef FrolĂk (1928â1989), der ihn in seinen 1976 erschienenen Memoiren Frolik Defection bezichtigte, fĂźr das StB tätig gewesen und als gezielter Agent provocateur beim Prager FrĂźhling eingesetzt worden zu sein. Die Beschuldigungen sind jedoch schwer vereinbar mit den einschneidenden Repressionen gegen ZĂĄtopek ab 1969, was die GlaubwĂźrdigkeit FrolĂks zweifelhaft erscheinen lässt. Sollte es eine Verwicklung ZĂĄtopeks in den Staatssicherheitsdienst gegeben haben, lässt sie sich nach dem heutigen Erkenntnisstand nicht klären.cite-ref-79[79]
Verhältnis zur Staatspartei
ZĂĄtopek war ab Dezember 1953 Mitglied der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KSÄ), mit deren Zielen er sich jedoch nur teilweise identifizieren konnte. Nach seinen späteren Eigenaussagen war er nur Parteimitglied geworden, weil er als Offizier und AngehĂśriger der Armee dazu gezwungen war. Wohl aus diesem Grunde wurde ihm bereits Anfang der 1950er Jahre mangelndes politisches Bewusstsein bescheinigt, weswegen er an eine Politschule delegiert wurde. Seine politischen Aktivitäten beschränkten sich auf das Notwendigste, bisweilen lieĂ er sich jedoch als âVorzeigeathletâ bei seinen Auslandsreisen fĂźr politische Reden einspannen. Es kam nicht selten vor, dass ZĂĄtopek leere Papierblätter abzeichnen musste, die erst nach seiner Unterschrift mit propagandistischen Phrasen gefĂźllt wurden. Dennoch wurde ZĂĄtopek von der KSÄ auch gefĂśrdert und dirigiert. Ansonsten hat er nicht mit Kritik an der Partei und damit an der StaatsfĂźhrung gespart, auch wenn diese bis 1968 eher verhalten vorgetragen werden musste. Eine erste härtere Konfrontation mit der Partei- und StaatsfĂźhrung hatte es im Vorfeld der Olympischen Spiele 1952 in der Affäre âJungwirthâ gegeben, in der sich ZĂĄtopek aufgrund seiner Popularität mit seiner Forderung auf dessen Teilnahme letztlich durchsetzen konnte. In den weiteren Jahren verhielt er sich bei etwaigen Interviews, die auf eine politische Ebene abdrifteten, diplomatisch zurĂźckhaltend oder beendete diese, da er sonst mit Inhaftierung rechnen mĂźsse. Ăberliefert ist in diesem Kontext seine Aussage: âIâll stop talking now, else theyâll lock me up!â (dt. âIch hĂśre jetzt auf zu reden, sonst sperren sie mich weg!â). Nach den Ereignissen des Prager FrĂźhlings 1968 wurde ZĂĄtopek aus der Partei ausgeschlossen.cite-ref-80[80]
Verhältnis zum Fall Milada Horåkovå
| ZĂĄtopeks offener Brief aus RudĂŠ prĂĄvo | ZĂĄtopeks offener Brief aus RudĂŠ prĂĄvo |
|---|---|
| Original [ 81 ] | Ăbersetzung |
| Rozsudek vynesl vĹĄechen ÄeskoslovenskĂ˝ lid Slova pana presidenta, kterĂĄ pronesl na I. sjezdu ÄSM, kdyĹž citoval starou revoluÄnĂ pĂseĹ ÂťNechĹĽ zhyne starĂ˝, podlĂ˝ svÄt, my novĂ˝ Ĺživot chcem na zemi!ÂŤ, jsou pro nĂĄs vlastnÄ myĹĄlenky, kterĂŠ nĂĄs vedou vpĹed. VĹždyĹĽ my jiĹž novĂ˝ Ĺživot budujeme. A pĹece se naĹĄly zrĹŻdy, kterĂŠ chtÄly zniÄit naĹĄi vĂ˝stavbu a cestu k socialismu. PoÄinĂĄnĂ vĹĄech ĹĄpionĹŻ a zrĂĄdcĹŻ je hanebnĂŠ a stejnÄ tak poĹĄetilĂŠ, protoĹže nĂĄĹĄ lid, kterĂ˝ si vybojoval lepĹĄĂ podmĂnky pro Ĺživot, se jich nikdy nevzdĂĄ a dÄjinnĂ˝ vĂ˝voj se takĂŠ jiĹž nikdy nevrĂĄtĂ do starĂ˝ch dob. LidĂŠ se pĹesvÄdÄili o ĹĄtÄstĂ socialismu, o shodÄ a spoluprĂĄci a nedajĂ si nikdy svĂĄ prĂĄva vyrvat z rukou. Diversanti se odsoudili sami svĂ˝mi Äiny â rozvratnictvĂm a pĹĂpravou vĂĄlky proti vlastnĂmu nĂĄrodu. Rozsudek je vĂ˝strahou pro vĹĄechny, kteĹĂ by u nĂĄs v ÄeskoslovenskĂŠ republice hledali pĹŻsobiĹĄtÄ pro svĂŠ hanebnĂŠ cĂle. VĹĄichni naĹĄi pracujĂcĂ budujĂ spoleÄnÄ svĹŻj lepĹĄĂ Ĺživot a kaĹždĂ˝, kdo by chtÄl naruĹĄit naĹĄi spoleÄnou prĂĄci, skonÄĂ tam, kde skonÄila banda ĹĄpionĹŻ a diversantĹŻ. Rozsudek vynesl vĹĄechen ÄeskoslovenskĂ˝ lid. Jako pĹĂsluĹĄnĂk ÄeskoslovenskĂŠ armĂĄdy vidĂm, Ĺže rozsudek â toĹĽ pĹikaz, kterĂ˝ vyplĂ˝vĂĄ z poctivĂŠ prĂĄce vĹĄech naĹĄich dĂŠlnĂkĹŻ pro nĂĄs vojĂĄky, aby pokojnĂ˝ Ĺživot byl zachovĂĄn. Kpt. Emil ZĂĄtopek | Das Urteil wurde vom ganzen tschechoslowakischen Volk gesprochen Die Worte unseres Präsidenten, die er auf dem I. Kongress des ÄSM vorbrachte, als er das alte Revolutionslied âDie alte, niederträchtige Welt mĂśge zugrunde gehen, wir wollen ein neues Leben auf der Erde!â [ 82 ] zitierte, sind auch unsere eigenen Gedanken, die uns vorwärts fĂźhren. Denn wir bauen ja bereits an einem neuen Leben. Und dennoch fanden sich Ungeheuer, die unseren Aufbau und den Weg zum Sozialismus zerstĂśren wollten. Das Verhalten dieser Spione und Verräter ist sowohl schändlich als auch tĂśricht, denn unser Volk, das fĂźr bessere Lebensbedingungen gekämpft hat, wird seine historische Entwicklung niemals aufgeben und wird niemals in die alten Zeiten zurĂźckkehren. Die Menschen sind von den Vorteilen des Sozialismus, der Harmonie und der Zusammenarbeit Ăźberzeugt und werden ihnen nicht erlauben, ihre Rechte von ihnen zu nehmen. Die Subversiven haben sich durch ihre Handlungen selbst verurteilt â durch ihre Zersetzungstätigkeit und durch ihre Vorbereitung eines Krieges gegen die eigene Nation. Das Urteil ist eine Warnung an all jene, die in der Tschechoslowakischen Republik ein Betätigungsfeld fĂźr ihre verruchten Ziele suchen. All unsere Werktätigen bauen gemeinsam an einem besseren Leben und jeder, der unsere gemeinsame Arbeit stĂśren mĂśchte, endet dort, wo diese Bande der Spione und Diversanten endete. Das Urteil wurde vom ganzen tschechoslowakischen Volk gesprochen. Als AngehĂśriger der tschechoslowakischen Armee erkenne ich â dass das friedliche Zusammenleben, welches sich aus der harten Tätigkeit all unserer Arbeiter und Soldaten ergibt, durch dieses Urteil bewahrt wurde. Hauptmann Emil ZĂĄtopek |
Die persĂśnliche Rolle ZĂĄtopeks im Fall der am 27. Juni 1950 hingerichteten tschechoslowakischen Regimegegnerin Milada HorĂĄkovĂĄ ist bis heute Gegenstand von Kontroversen. Das nach ihrer Verhaftung angestrengte Gerichtsverfahren geriet zu einem bis dato im Land einmaligen Schauprozess, initiiert und bis ins Detail gesteuert von der KSÄ. Die Verhandlung wurde Ăźber alle Medien landesweit Ăźbertragen; selbst in Schulen, Universitäten, am Arbeitsplatz, in eigens einberufenen Sitzungen oder Ăźber StraĂenlautsprecher. Nicht selten kam dabei vor, dass die dort gerade Anwesenden genĂśtigt wurden, vorbereitete Petitionen zu unterschreiben, welche die Schuld und den Verrat HorĂĄkovĂĄs an der sozialistischen Sache erklärten. Später wurden diese Agitationen auf Intellektuelle und Kulturschaffende, aber auch Sportler ausgedehnt, um die Verurteilung als vom gesamten Volk getragen inszenieren zu kĂśnnen. In diesem Zusammenhang erschien zwei Tage nach HorĂĄkovĂĄs Verurteilung zum Tode am 8. Juni 1950 ein von Emil ZĂĄtopek unterzeichneter Brief in der Parteizeitung RudĂŠ prĂĄvo (âRotes Rechtâ), der HorĂĄkovĂĄs Verhalten missbilligte und sie als Spionin und Verräterin des Sozialismus brandmarkte. Die âsubversiven Elementeâ, neben HorĂĄkovĂĄ gab es weitere Angeklagte, seien ihrer gerechten Strafe zuzufĂźhren.cite-ref-scanhorakova-81-1[81]
ZĂĄtopek musste sich in späteren Jahren den Vorwurf gefallen lassen, sich vom System vor den Karren gespannt haben zu lassen. Kernpunkt der bis heute andauernden Debatte ist die Frage, ob er fĂźr diese propagandistischen Aussagen verantwortlich zu machen ist. Fraglich ist, ob er die Aussagen Ăźberhaupt verfasst hat; ZĂĄtopek hat sich dazu nicht geäuĂert. Seine Witwe ging später davon aus, dass er keine Kenntnis des Briefes gehabt habe. Gegen seine Autorschaft spricht der propagandistisch gehaltene Ausdruck, der untypisch fĂźr ihn gewesen sei, so die spätere Einschätzung seiner Witwe. Sollte er Kenntnis gehabt haben, kĂśnnte ihm ein fertiger Text zur Unterzeichnung vorgesetzt worden sein. Falls er den Text selbst geschrieben haben sollte, war ihm die Tragweite seiner ĂuĂerung vielleicht nicht bewusst. Fest steht, dass diejenigen, die sich der propagandistischen Vereinnahmung verweigerten, Gefahr liefen, selbst als Verräter gestempelt zu werden, und im schlimmsten Fall mit Gefängnis oder Zwangsarbeit zu rechnen hatten. Ob solcher Druck auf ZĂĄtopek ausgeĂźbt wurde, ist nicht bekannt. WomĂśglich hatte er Sorge um seine sportliche Existenz, die im Jahr 1950 noch längst nicht so gefestigt war wie in der Jungwirth-Affäre im Jahr 1952, mĂśglich sind auch Zwänge seines militärischen Arbeitgebers.cite-ref-83[83]
PersĂśnlichkeit und Wirkung
ZĂĄtopek galt als einer der grĂśĂten Sportler seiner Zeit. Insbesondere seinen Dreifach-Triumph im 5000-, 10.000-Meter- und Marathonlauf von 1952 konnte bis heute kein Athlet wieder erreichen. Er bestach jedoch nicht nur durch seine sportlichen Leistungen und beispiellosen Erfolge, sondern vielmehr auch durch seinen frĂśhlichen, teils witzigen, gutmĂźtigen und lebensbejahenden Charme. Propagandisten vermarkteten ihn als leuchtendes Beispiel des âsozialistischen Menschenâ und âStaatssportlersâ. ZĂĄtopek wurde aber auch im Westen geliebt. Durch seine Bescheidenheit und Menschlichkeit begeisterte er wie kein anderer Läufer vor oder nach ihm Kontrahenten und Zuschauer gleichermaĂen â sowohl auf als auch neben der Strecke.cite-ref-84[84]
ZĂĄtopeks PersĂśnlichkeit prägte nicht nur die Leichtathletik der gesamten Nachkriegszeit; er war zugleich lebenslanger Verfechter des friedlichen Miteinanders und Sportidol einer ganzen Generation.cite-ref-butcher-193-194-85-0[85]cite-ref-ko-k-9-10-86-0[86] Die im Kalten Krieg propagierte Trennung der Menschen nach ZugehĂśrigkeit zum West- oder Ostblock lehnte er sowohl sportlich als auch menschlich kategorisch ab, auch wenn er zahlreiche Einladungen aus dem westlichen Ausland, etwa in die Vereinigten Staaten oder nach Italien, aufgrund staatlicher Weisungen ablehnen musste. Eine Lockerung dieser Bestimmungen trat erst nach dem Tod von Staatspräsident Klement Gottwald im Jahr 1953 ein, in dessen Folge ZĂĄtopek auch in der westlichen Hemisphäre wie in Brasilien starten durfte. Bei seinen zahlreichen nationalen und internationalen Auftritten unterschied er auch nicht nach Ideologie oder Klasse. In seinen Gegnern sah er ausschlieĂlich Athleten, die sich â dem olympischen Geiste folgend â im fairen Wettkampf miteinander maĂen. Dieser Maxime folgend, hielt er sich nicht an aufgezwungene Doktrinen. So stellte er beispielsweise während der Olympischen Spiele 1952 in Helsinki, bei denen das olympische Dorf strikt in kommunistische (Otaniemi) und nichtkommunistische Lager (Käpylä) getrennt worden war, gegen jede Regel sein Bett dem australischen Läufer Percy Cerutty zur VerfĂźgung und trainierte mit westlichen Athleten zusammen. Seinem britischen Gegner Pirie lieh er sogar seine Socken. DarĂźber hinaus behandelte er jeden seiner Rivalen mit Respekt; mit vielen pflegte er enge langjährige Freundschaften. Es war fĂźr ZĂĄtopek auch nicht ungewĂśhnlich, soeben errungene Preise nach dem Wettkampf im Freundeskreis zu verschenken; 1966 Ăźberreichte er Ron Clarke eine seiner drei olympischen Goldmedaillen von 1952 zu dessen Abschied am Prager Flughafen.cite-ref-87[87]cite-ref-askwith-independent-2-60-4[60]cite-ref-ko-k-9-10-86-1[86]
ZĂĄtopek scheute sich auch nicht, jedem, der es wissen wollte, seine Trainingsmethoden preiszugeben. Es kam mitunter auch vor, dass er während eines Rennens gegenĂźber seinen Konkurrenten Worte der Ermutigung fand oder ihnen anbot, fĂźr eine gewisse Zeit den Tempomacher zu geben. Er tat dies aus einem Sportsgeist, wie er im heutigen Spitzensport kaum noch denkbar erscheint, gepaart mit auĂerordentlichem sportlichem Ehrgeiz und einer Opferbereitschaft, die ihm ermĂśglichte, noch die letzte Kraftreserve im Lauf zu aktivieren. Diese Haltung hinterlieĂ â genauso wie sein Mut während der Geschehnisse des Prager FrĂźhlings â bei engen Wegbegleitern tiefen Eindruck und prägte das bis heute verbreitete Bild ZĂĄtopeks als des grĂśĂten Läufers aller Zeiten.cite-ref-88[88]cite-ref-askwith-independent-2-60-5[60]cite-ref-butcher-193-194-85-1[85]
Insbesondere in seinem Heimatland entstand um ZĂĄtopek ein regelrechter Kult, der jedoch mit seiner Verbannung im Jahr 1969 abrupt endete. Bis zum Ende des sozialistischen Regimes 1989 verschwand er weitgehend aus der Ăffentlichkeit und verlor durch einige â vermutlich unter Druck entstandene â regimetreue ĂuĂerungen die Achtung vieler Dissidenten. Erst mit seinem Tod im Jahr 2000 rĂźckte er wieder in das Ăśffentliche Bewusstsein zurĂźck. Sein Bruder stellte damals fest, ZĂĄtopek sei bei seinen Reisen in aller Welt willkommen geheiĂen worden, in seinem Heimatland aber AuĂenseiter geblieben. Sein Gedenken erlebte erst im Jahr 2016 mit der VerĂśffentlichung diverser Biografien, der Autobiografie seiner Witwe und eines Dokumentarfilms eine Renaissance. Der Biograf Richard Askwith urteilte, die Tschechen hätten ihren grĂśĂten Sportler aller Zeiten wiederentdeckt und vereinnahmt.cite-ref-89[89]
Der Läufer
Trainingsart
Im Gegensatz zu Rudolf Harbig, der in den späten 1930er Jahren als âWunderläuferâ weltbekannt geworden war, verkĂśrperte ZĂĄtopek den Typ eines âKampfläufersâ, was ihm die respektvolle Bezeichnung âdie Lokomotive aus Pragâ einbrachte. Er zeigte, dass man nicht zwangsläufig als Läufer geboren sein muss, sondern durch Training und Willen GroĂes erreichen kann. Er trainierte Ăźberwiegend allein und ohne grĂśĂere Ruhepausen. Sein wĂśchentliches Trainingspensum lag im Durchschnitt bei etwa 265 Kilometern. Die Trainingseinheiten absolvierte er weitgehend nach dem Armeedienst und bei jeder sich sonst bietenden Gelegenheit, wofĂźr er praktisch seine gesamte Freizeit opferte. In den Wintermonaten lief er, mit der Taschenlampe in der Hand und mitunter in MilitärschnĂźrstiefeln, vorwiegend auf LandstraĂen â oder bei zu hoher Schneelage auf der Stelle in der heimischen Badewanne. Im FrĂźhling und Sommer trainierte er auf unbefestigten Wald- und Wiesenwegen und auf der Aschenbahn.cite-ref-90[90]
Hinsichtlich seiner Trainingsart war ZĂĄtopek zu Beginn seiner Läuferkarriere unentschlossen. Er studierte zunächst das schwedische Intervallprinzip mit dessen gemächlichen Pausen und verglich es mit vom GĂśsta Olander entwickelten Fahrtspiel. Auch das âGerschler-Systemâ nach Stoppuhr mit relativ langsamen Belastungsphasen erregte sein Interesse. Am Ende verwarf er alle Vorgaben und entwickelte sein eigenes Trainingssystem â orientiert am Intervalltraining, in dem sich Belastungsphasen mit Trabpausen abwechselten.cite-ref-91[91]
Anfänglich lief er hauptsächlich 100- beziehungsweise 200-Meter-Intervalle, stieg jedoch schon bald auf 400-Meter-Intervalle um. GewĂśhnlich startete er in die Laufsaison mit fĂźr ihn verhaltenen Intervallen von 10 Ă 100, 10 Ă 200 oder 6 Ă 400 Metern mit 200-Meter-Trabpause, um seine aktuelle Belastungsgrenze zu ermitteln. Danach folgte eine sukzessive ErhĂśhung der Intervallanzahlen auf 40 und mehr. In Olympiajahren steigerten sich die Intervalleinheiten auf auĂerordentliche Wiederholungszahlen von 70, 80 oder gar 100 Ă 400 Meter, wodurch das bisher betriebene Intervalltraining revolutioniert wurde. Nachteil dieser extremen Trainingsmethode war der hohe kĂśrperliche VerschleiĂ, der bei ZĂĄtopek des Ăfteren zu Gelenkschmerzen und Muskelrissen fĂźhrte. Die Intervallzeiten richteten sich nach der angestrebten Zielzeit. Wollte ZĂĄtopek beispielsweise Ăźber die 5000-Meter-Distanz eine Zeit von 14:10 min laufen, so rechnete er diese auf 200 oder 400-Meter-Intervalle, mithin also 34 beziehungsweise 68 s, um. Bei reinem Schnelligkeitstraining orientierte er sich an diesen Zeiten mit weniger Wiederholungen. Sollte dagegen mehr fĂźr die Ausdauer trainiert werden, so lagen die Zeiten Ăźber den ermittelten Durchschnittswerten, allerdings mit häufigeren Wiederholungen. Bisweilen praktizierte er skurril anmutende Ăbungen, beispielsweise Dauerläufe mit seiner Frau im Huckepack oder unter Luftanhalten bis zur Ohnmachtsgrenze. Diese Art von Training erlaubte ihm, im Wettkampf seine Gegner durch eine Vielzahl von Zwischenspurts zu zermĂźrben und dabei Kraftreserven fĂźr den Endspurt zu bewahren. Auch stundenlanges Auf-der-Stelle-Treten während des Wachdienstes gehĂśrte zu seiner Trainingspraxis.cite-ref-92[92]cite-ref-schneider-93-0[93]
Laufstil und Lauftaktik
ZĂĄtopeks Laufstil sorgte, gerade zu Beginn seiner Läuferkarriere, fĂźr allgemeine Belustigung. Seine rudernden Arm- und schwerfällig anmutenden Beinbewegungen brachten ihm den Beinamen Octopus ein. Bisweilen wurde ihm anatomische Abnormalität bescheinigt. Anders als beispielsweise der stets elegant wirkende Paavo Nurmi erweckte ZĂĄtopek bei seinen Läufen den Eindruck, er stĂźnde kurz vor einem epileptischen Anfall oder am Ende aller Kräfte, was durch seine verkrampft wirkende Muskulatur, pfeifende Atemgeräusche und entgleiste GesichtsausdrĂźcke â die zu seinem Markenzeichen werden sollten â verstärkt wurde.cite-ref-94[94]
Zåtopek verstand das Laufen als eine rein natßrliche MÜglichkeit der Fortbewegung und lehnte jede Form von wissenschaftlichen Lauftheorien ab. Er vertrat die Ansicht, dass die Leistung eines Athleten nicht nach dessen Laufstil beurteilt werden kÜnne; dies stelle lediglich eine oberflächliche Betrachtung dar. Sein unÜkonomischer Laufstil und seine Erfolge trugen dazu bei, dass fßr Jahrzehnte ßber die Physiologie des Trainings (später auch die Biochemie) diskutiert und geforscht wurde und die LaufÜkonomie, der Stillauf, in den Hintergrund trat.cite-ref-95[95]
Ernährung und Lebensweise
Auf eine individuell abgestimmte Ernährung legte ZĂĄtopek keinen Wert. Er aĂ und trank nach eigenem Belieben und was ihm schmeckte. Bisweilen griff er auf ungewĂśhnlich anmutende Nahrungsmittel zurĂźck. So aĂ er mitunter vor Wettkämpfen rohe Zwiebeln und Knoblauch oder trank Bitter- beziehungsweise GewĂźrzgurkenwasser. Bier betrachtete er als isotonisches Getränk. Zu seiner Lebensweise gehĂśrten ausreichend Schlaf â vor schweren Wettkämpfen bis zu 10 Stunden â und der Verzicht auf Nikotingenuss.cite-ref-boradbent-120-121-96-0[96]cite-ref-97[97]cite-ref-klei-98-0[98]
Psychologie
Ăber die Psychologie und Laufmotivation ZĂĄtopeks ist viel gemutmaĂt worden. Er lief in erster Linie aus reiner Freude und zelebrierte dies. Dabei entwickelte er ein GespĂźr dafĂźr, die eigene Leistungsgrenze zu erkennen und durch ein hohes MaĂ an Disziplin, Willenskraft und noch härtere Trainingsreize zu Ăźberwinden. Auf geringste Anzeichen von MĂźdigkeit oder ErschĂśpfung reagierte er mit noch härterem Training. Bisweilen erweckte er hierbei den Eindruck, die Lust am Schmerz â bekannt unter dem Begriff Algolagnie â zu lieben. Seine Sensibilität war dabei so ausgeprägt, dass er im Stande war, vor wichtigen Wettkämpfen angestrebte Zielzeiten bis auf die Zehntelsekunde genau vorher zu berechnen. Insbesondere setzte sich ZĂĄtopek nie zu hohe Ziele, sondern hielt diese stets im Rahmen des Machbaren.cite-ref-99[99]cite-ref-klei-98-1[98] Nach seinem Erfolgsrezept gefragt, antwortete ZĂĄtopek:
âMan nehme: eine groĂe Portion âIch hĂśre nur auf mich selbstâ. Einen groĂen LĂśffel âLass die anderen reden, ich laufe einfachâ. Ein Kilo âLass die anderen lachen, ich lache sie aus, wenn ich im Ziel binâ. Dazu: Ein Pfund SpaĂ. Ein Pfund Leidenschaft. Und eine groĂe Portion Gelassenheit. Alles kräftig durchmischen. Fertig. Vielleicht noch einen sĂźĂen Guss: âEinfachheitâ Ăźber alles.â
â
ZĂĄtopek
Physiologie
ZĂĄtopeks Spitzenleistungen waren der Grund dafĂźr, dass sich bereits frĂźhzeitig Ărzte und Mediziner fĂźr den aufstrebenden Läufer interessierten. Deren Aufmerksamkeit richtete sich vor allem auf seine kĂśrperlichen Eigenheiten, die in der Folge Gegenstand zahlreicher medizinischer Untersuchungen wurden, um die Auswirkungen seines extremen Trainings auf den menschlichen KĂśrper besser verstehen zu kĂśnnen.cite-ref-ko-k-71-74-100-0[100]
Bei einer KĂśrpergrĂśĂe von 174,3 cm und einem Gewicht von unter 68 kg besaĂ ZĂĄtopek im Verhältnis zu seiner GrĂśĂe lange Beine und eine ausgeprägte Beinmuskulatur. Der Umfang seines linken Schenkels betrug 52, der des rechten 54,3 cm bei einem Wadenumfang von etwa 38 cm. Seine durchschnittliche Schrittlänge betrug im Mittel 170 cm. Sein OberkĂśrper wirkte sehnig und hager.cite-ref-101[101]
Die erste EKG-Untersuchung ZĂĄtopeks erfolgte nach einem 1500-Meter-Lauf im Jahr 1944 und zeigte noch deutlich erhĂśhte Puls- (120 Schläge/min) und Blutdruckwerte (zwischen 180 und 190 mmHg), während im Jahr darauf nach einem 3000-Meter-Lauf bereits normalisierte Werte (Puls 72, Blutdruck 136/70 mmHg) ermittelt wurden. Eine Untersuchung seines Herzens zeigte eine vergrĂśĂerte linke Kammer und rechte Vorkammer, heute bekannt unter dem Begriff Sportlerherz. Der Ruheherzschlag betrug 56 Schläge/min. Im Rahmen eines Kardiogramms wurde 1950 bei ZĂĄtopek ein bisher unerkannter Herzmuskelfehler diagnostiziert.cite-ref-ko-k-71-74-100-1[100]
Sein Brustkorbumfang betrug nach dem Ausatmen 88 und nach dem Einatmen 95 cm. Die Lunge wies einen Normalbefund auf, wobei die Atemfrequenz etwa viermal grĂśĂer war als die Ruhefrequenz. Seine VO2max wurde auf 76,2 ml/min je kg Gewicht geschätzt. Sein Lungenvolumen betrug bei einem KĂśrpergewicht von 68 kg etwa 5,1 Liter, wohingegen untrainierte Menschen nur Werte zwischen drei und vier Litern aufweisen. Damit konnte er 128 Sekunden die Luft anhalten, etwa die vierfache Dauer des allgemeinen Durchschnitts (30 s).cite-ref-boradbent-120-121-96-1[96]cite-ref-ko-k-71-74-100-2[100] Im Ăbrigen setzte ZĂĄtopek auf Naturheilkunde. Muskelverletzungen behandelte er auf natĂźrliche Weise mit Schweinefett oder Margarine, Verzerrungen und dergleichen durch Wärmebehandlungen und Saunabesuche.cite-ref-102[102]
Statistik
Insgesamt bestritt Zåtopek 334 Karriererennen, von denen er 261 siegreich beendete. Darin enthalten sind 141 Läufe ßber die 5000-Meter-Distanz mit 120 Siegen, 62 Wettkampfläufe ßber die 10.000-Meter mit 54 Siegen sowie 54 Teilnahmen an 3000-Meter-Läufen, von denen er 46 gewann.cite-ref-103[103]cite-ref-schneider-93-1[93]
Rekord-, Olympia- und Meisterschaftsergebnisse
In seiner Läuferkarriere von 1942 bis 1957 errang Zåtopek zahlreiche Siege und Meisterschaftstitel. Der vierfache Olympiasieger und Silbermedaillengewinner wurde ferner dreifacher Europa- und fßnfzehnfacher tschechoslowakischer Meister. Insgesamt errang er 51 Nationalrekorde. Darin enthalten sind seine 18 Weltrekorde. Er brach einmal den Weltrekord ßber 5000, fßnfmal ßber 10.000, zweimal ßber 20.000, zweimal ßber 25.000 und einmal den ßber 30.000 Meter, zweimal den Stundenlauf, zweimal den 6-Meilen-, einmal den 10-Meilen- sowie zweimal den 15-Meilen-Lauf. Ferner lief er vier olympische und drei Europarekorde und war dreimal Sportler des Jahres.cite-ref-104[104]
Chronologische Rekord-, Olympia- und Meisterschaftsergebnisse
⢠Datum: Datum des Wettbewerbs.
⢠Ort: Austragungsort des Wettbewerbs.
⢠Laufdiziplin: Distanz des Wettbewerbs.
⢠Zeit: Erreichte Zeit im Wettbewerb.
⢠Platzierung: Erreichte Platzierung im Wettbewerb.
⢠Veranstaltung:
⢠Olympische Spiele
⢠Leichtathletik-Europameisterschaften
⢠Meisterschaften des Protektorats BĂśhmen und Mähren (1939â1945)
⢠Tschechien Landesmeisterschaften
⢠Armeemeisterschaften
⢠Rekord:
⢠Weltrekord
⢠Olympiarekord
⢠Europarekord
⢠Nationalrekord
| Datum | Ort | Laufdiziplin | Zeit | Platzierung | Veranstaltung | Rekord |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1942 | Prag | 1500-Meter-Lauf | 4:13,9 min | 5. | | |
| 23. August 1942 | Prag | 4-mal-1500-Meter-Staffel | 17:01,6 min | 1. | | |
| 1943 | Prag | 1500-Meter-Lauf | 4:07,2 min | 4. | | |
| 19. September 1943 | ZlĂn | 4-mal-1500-Meter-Staffel | 16:59,4 min | 1. | | |
| 1944 | Prag | 1500-Meter-Lauf | 4:02,8 min | 2. | | |
| 16. September 1944 | ZlĂn | 3000-Meter-Lauf | 8:34,8 min | 1. | | |
| 23. September 1944 | ZlĂn | 5000-Meter-Lauf | 14:54,9 min | 1. | | |
| 1. Oktober 1944 | Prag | 2000-Meter-Lauf | 5:33,4 min | ? | | |
| 1945 | ? | 1500-Meter-Lauf | 4:05,8 min | 2. | | |
| 1. Juli 1945 | Prag | 3000-Meter-Lauf | 8:33,4 min | 1. | | |
| August 1945 | Prag | 1500-Meter-Lauf | 4:05,8 min | 2. | Tschechien | |
| 18. August 1945 | Prag | 5000-Meter-Lauf | 14:50,8 min | 1. | Tschechien | |
| 10. Juni 1946 | Prag | 5000-Meter-Lauf | 14:36,6 min | 1. | | |
| 29. Juni 1946 | ZlĂn | 3000-Meter-Lauf | 8:33,2 min | 1. | | |
| 4. Juli 1946 | Prag | 3000-Meter-Lauf | 8:26,8 min | 2. | | |
| 11. Juli 1946 | Prag | 2000-Meter-Lauf | 5:30,4 min | ? | | |
| 28. Juli 1946 | BrĂźnn | 3000-Meter-Lauf | 8:21,0 min | 2. | | |
| 10. August 1946 | Prag | 5000-Meter-Lauf | 14:48,0 min | 1. | Tschechien | |
| 23. August 1946 | Oslo | 5000-Meter-Lauf | 14:25,8 min | 5. | | |
| 8. Juni 1947 | ZlĂn | 3000-Meter-Lauf | 8:13,6 min | 1. | | |
| 25. Juni 1947 | Prag | 5000-Meter-Lauf | 14:08,2 min | 1. | | |
| 23. Juli 1947 | Prag | 3000-Meter-Lauf | 8:12,8 min | 2. | | |
| 23. Juli 1947 | Prag | 2000-Meter-Lauf | 5:27,4 min | ? | | |
| 2. August 1947 | Prag | 5000-Meter-Lauf | 14:26,0 min | 1. | Tschechien | |
| 18. August 1947 | BrĂźnn | 3000-Meter-Lauf | 8:08,8 min | 1. | | |
| 21. August 1947 | Bratislava | 2000-Meter-Lauf | 5:20,6 min | ? | | |
| 29. Mai 1948 | Budapest | 10.000-Meter-Lauf | 30:28,4 min | 1. | | |
| 11. Juni 1948 | ZlĂn | 3000-Meter-Lauf | 8:07,8 min | 1. | | |
| 17. Juni 1948 | Prag | 10.000-Meter-Lauf | 29:37,0 min | 1. | | |
| 30. Juni 1948 | Prag | 5000-Meter-Lauf | 14:21,0 min | 1. | Tschechien | |
| 30. Juli 1948 | London | 10.000-Meter-Lauf | 29:59,6 min | 1. | | |
| 31. Juli 1948 | London | 5000-Meter-Lauf | 14:34,4 min | 2. | | |
| August 1948 | Prag | Crosslauf | 36:21,2 min | 1. | Tschechien | |
| 22. August 1948 | ZlĂn | 4-mal-1500-Meter-Staffel | 16:40,2 min | 1. | | |
| 11. Juni 1949 | Ostrava | 10.000-Meter-Lauf | 29:28,2 min | 1. | | |
| 1949 | Prag | Crosslauf | 38:15,2 min | 1. | Tschechien | |
| 22. Oktober 1949 | Ostrava | 10.000-Meter-Lauf | 29:21,2 min | 1. | | |
| 30. Juli 1950 | Gottwaldov | 4-mal-1500-Meter-Staffel | 16:22,8 min | ? | | |
| 2. August 1950 | Helsinki | 5000-Meter-Lauf | 14:06,2 min | 1. | | |
| 4. August 1950 | Turku | 10.000-Meter-Lauf | 29:02,6 min | 1. | | |
| 12. August 1950 | Bratislava | 5000-Meter-Lauf | 14:11,6 min | 1. | Tschechien | |
| 23. August 1950 | BrĂźssel | 10.000-Meter-Lauf | 29:12,0 min | 1. | | |
| 26. August 1950 | BrĂźssel | 5000-Meter-Lauf | 14:03,0 min | 1. | | |
| 15. September 1951 | Prag | 10-Meilen-Lauf | 49:32,6 min | â | | |
| 15. September 1951 | Prag | Stundenlauf | 19.558 m | â | | |
| 15. September 1951 | Prag | 20.000-Meter-Lauf | 1:01:15,8 h | â | | |
| 29. September 1951 | HouĹĄĹĽka | 10-Meilen-Lauf | 48:12,0 min | â | Weltrekordveranstaltung | |
| 29. September 1951 | HouĹĄĹĽka | Stundenlauf | 20.052 m | â | Weltrekordveranstaltung | |
| 29. September 1951 | HouĹĄĹĽka | 20.000-Meter-Lauf | 59:51,8 min | â | Weltrekordveranstaltung | |
| Juni 1952 | Prag | Crosslauf | 32:34,0 min | 1. | Tschechien | |
| 27. Juni 1952 | Prag | 5000-Meter-Lauf | 14:17,6 min | 1. | Tschechien | |
| 29. Juni 1952 | Prag | 10.000-Meter-Lauf | 30:28,4 min | 1. | Tschechien | |
| 20. Juli 1952 | Helsinki | 10.000-Meter-Lauf | 29:17,0 min | 1. | | |
| 24. Juli 1952 | Helsinki | 5000-Meter-Lauf | 14:06,6 min | 1. | | |
| 27. Juli 1952 | Helsinki | Marathonlauf | 2:23:03,2 h | 1. | | |
| 21. September 1952 | OlmĂźtz | 4-mal-1500-Meter-Staffel | 16:16,8 min | ? | | |
| 14. Oktober 1952 | PartizĂĄnske | 4-mal-1500-Meter-Staffel | 15:45,4 min | ? | | |
| 26. Oktober 1952 | HouĹĄĹĽka | 15-Meilen-Lauf | 1:16:26,4 h | â | Weltrekordveranstaltung | |
| 26. Oktober 1952 | HouĹĄĹĽka | 25.000-Meter-Lauf | 1:19:11,8 h | â | Weltrekordveranstaltung | |
| 26. Oktober 1952 | HouĹĄĹĽka | 30.000-Meter-Lauf | 1:35:23,8 h | â | Weltrekordveranstaltung | |
| 2?. Juli 1953 | Prag | 5000-Meter-Lauf | 14:11,4 min | 1. | Tschechien | |
| 26. Juli 1953 | Prag | 10.000-Meter-Lauf | 30:53,6 min | 1. | Tschechien | |
| 5. August 1953 | Bukarest | 5000-Meter-Lauf | 14:03,0 min | 1. | | |
| 9. August 1953 | Bukarest | 6-Meilen-Lauf | 28:30,2 min | ? | | |
| 1. November 1953 | HouĹĄĹĽka | 6-Meilen-Lauf | 28:08,4 min | â | siehe 10.000-Meter-Lauf dieses Tages | |
| 1. November 1953 | HouĹĄĹĽka | 10.000-Meter-Lauf | 29:01,6 min | 1. | Weltrekordveranstaltung | |
| 30. Mai 1954 | Paris | 5000-Meter-Lauf | 13:57,2 min | 1. | | |
| 1. Juni 1954 | BrĂźssel | 6-Meilen-Lauf | 27:59,2 min | â | siehe 10.000-Meter-Lauf dieses Tages | |
| 1. Juni 1954 | BrĂźssel | 10.000-Meter-Lauf | 28:54,2 min | 1. | | |
| August 1954 | Ostrava | Crosslauf | 31:12,0 min | 1. | Tschechien | |
| 6. August 1954 | Ostrava | 5000-Meter-Lauf | 14:24,8 min | 1. | Tschechien | |
| 25. August 1954 | Bern | 10.000-Meter-Lauf | 28:58,0 min | 1. | | |
| 26. August 1954 | Bern | 5000-Meter-Lauf | 14:36,2 min | 3. | | |
| 3. September 1954 | Stockholm | 3-Meilen-Lauf | 13:31,2 min | â | siehe 5000-Meter-Lauf dieses Tages | |
| 3. September 1954 | Stockholm | 5000-Meter-Lauf | 13:57,0 min | 1. | | |
| 1955 | Prag | Crosslauf | 30:55,4 min | 1. | Tschechien | |
| 29. Oktober 1955 | ÄelĂĄkovice | 15-Meilen-Lauf | 1:14:01,0 h | â | Weltrekordveranstaltung | |
| 29. Oktober 1955 | ÄelĂĄkovice | 25.000-Meter-Lauf | 1:16:36,4 h | â | Weltrekordveranstaltung | |
| 1956 | Prag | Crosslauf | 34:15,2 min | 2. | Tschechien | |
| 1. Dezember 1956 | Melbourne | Marathonlauf | 2:29:34,0 h | 6. | | |
| 25. August 1957 | Prag | 10.000-Meter-Lauf | 29:45,2 min | 2. | Tschechien | |
Leistungsentwicklung
| Verein | Jahr | 800 m | 1500 m | 3000 m | 5000 m | 10.000 m |
|---|---|---|---|---|---|---|
| SK Bata ZlĂn | 1941 | â | 4:20,3 min | â | â | â |
| SK Bata ZlĂn | 1942 | 2:02,8 min | 4:13,9 min | 9:12,2 min | 16:25,0 min | â |
| SK Bata ZlĂn | 1943 | 1:58,7 min | 4:01,0 min | 8:57,1 min | 15:26,6 min | â |
| SK Bata ZlĂn | 1944 | 1:59,8 min | 3:59,5 min | 8:34,8 min | 14:54,8 min | â |
| SK Bata ZlĂn | 1945 | â | 4:01,4 min | 8:33,4 min | 14:50,8 min | â |
| SK Bata ZlĂn | 1946 | â | 3:57,0 min | 8:18,8 min | 14:25,8 min | â |
| SK Bata ZlĂn | 1947 | â | 3:52,8 min | 8:08,8 min | 14:08,2 min | â |
| Botostroj | 1948 | â | â | 8:07,8 min | 14:10,0 min | [ 105 ] 29:37,0 min |
| ATK Praha | 1949 | â | 3:57,0 min | 8:19,2 min | 14:13,2 min | 29:21,2 min |
| ATK Praha | 1950 | â | â | 8:16,0 min | 14:03,0 min | 29:02,6 min |
| ATK Praha | 1951 | â | â | 8:17,6 min | 14:11,6 min | 29:29,8 min |
| ATK Praha | 1952 | â | â | 8:32,4 min | 14:04,4 min | 29:17,0 min |
| ĂDA Praha | 1953 | â | â | 8:13,8 min | 14:03,0 min | 29:01,6 min |
| ĂDA Praha | 1954 | â | 4:05,0 min | 8:19,0 min | 13:57,2 min | 28:54,2 min |
| ĂDA Praha | 1955 | â | â | â | 14:04,0 min | 29:25,6 min |
| ĂDA Praha | 1956 | â | â | 8:18,4 min | 14:14,8 min | 29:33,4 min |
| Dukla Praha | 1957 | â | â | â | 14:06,4 min | 29:25,8 min |
| Dukla Praha | 1958 | â | â | â | 15:13,0 min | 31:13,0 min |
Weltranglistenplatzierungen
| 5000 m [ 106 ] | 5000 m [ 106 ] | 5000 m [ 106 ] |
|---|---|---|
| Jahr | Jahresbestleistung | Platz |
| 1944 | 14:54,9 min | 30. |
| 1945 | 14:50,8 min | 23. |
| 1946 | 14:25,8 min | 5. |
| 1947 | 14:08,2 min | 1. |
| 1948 | 14:10,0 min | 1. |
| 1949 | 14:10,2 min | 1. |
| 1950 | 14:03,0 min | 1. |
| 1951 | 14:11,6 min | 2. |
| 1952 | 14:06,4 min | 1. |
| 1953 | 14:03,0 min | 5. |
| 1954 | 13:57,0 min | 3. |
| 1955 | 14:04,0 min | 11. |
| 1956 | 14:14,8 min | 49. |
| 1957 | 14:06,4 min | 24. |
| 10.000 m [ 106 ] | 10.000 m [ 106 ] | 10.000 m [ 106 ] |
|---|---|---|
| Jahr | Jahresbestleistung | Platz |
| 1948 | 29:37,0 min | 1. |
| 1949 | 29:21,2 min | 1. |
| 1950 | 29:02,6 min | 1. |
| 1951 | 29:29,8 min | 1. |
| 1952 | 29:17,0 min | 1. |
| 1953 | 29:01,6 min | 1. |
| 1954 | 28:54,2 min | 1. |
| 1955 | 29:25,6 min | 8. |
| 1956 | 29:33,4 min | 17. |
| 1957 | 29:25,8 min | 11. |
Anhang
Schriften
⢠BÄŞà ZĂĄtopek. Olympia, 1967.
⢠Emil Zatopek erzählt: Geschichten und Geheimnisse des legendären Olympiasiegers und 18-fachen Weltrekordlers. Sri-Chinmoy-Laufclub, Zßrich 1980, ISBN 3-7261-0010-5.
Literatur
⢠Richard Askwith: Today We Die a Little: The Rise and Fall of Emil Zåtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, ISBN 978-0-224-10034-2.
⢠Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil Zåtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, ISBN 978-0-9570332-2-1.cite-ref-107[107]
⢠Rick Broadbent: Endurance: The Extraordinary Life and Times of Emil Zåtopek. Bloomsbury, London 2016, ISBN 978-1-4729-2022-5.
⢠* âSportler und fortschrittlicher Menschâ. In: Herbert GĂźnther: Rekord-Rekord. Volk und Buch Verlag, Leipzig, 1950, S. 56â60.
⢠FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953.cite-ref-rezession-racing-past-108-0[108]
⢠FrantiĹĄek KoĹžĂk: Emil Zatopek in Fotografien. Artia, Prag 1954.
⢠Jan NovĂĄk, JaromĂr SvejdĂk: ZĂĄtopek. Aus dem Tschechischen von Mirko Kraetsch. Voland & Quist, Dresden, Leipzig 2016, ISBN 978-3-86391-138-6.
⢠Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, ISBN 1-903158-25-7.cite-ref-rezession-racing-past-108-1[108]
⢠Jean Echenoz: Courir, 2008. Ăbersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel: Laufen. Roman. Berlin Verlag, 2009, ISBN 978-3-8270-0863-3.
Filme
⢠Emil Zåtopek oder Dana sagt: Bier macht dumm. Dokumentarfilm 1980, Länge 55 min, Regie: Hans-Dieter Grabe
⢠Emil Zatopek â Olympische HĂśhepunkte 1948â1952. Dokumentarfilm 1980, Länge 9 min
⢠Emil ZĂĄtopek: Die Lauflokomotive. Dokumentarfilm 1995, Regie: Hagen BoĂdorf
⢠Emil und Dana ZĂĄtopkovĂĄ. Dokumentarfilm 1997, Länge: 15 min, Regie: Miroslav KaÄor
⢠Nejen zlatĂŠ vzpomĂnky. Dokumentarfilm 2000, Länge 23 min
⢠SlĂĄva vĂtÄzĹŻm. Dokumentarfilm 2001, Länge: 15 min, Regie: Simona OktĂĄbcovĂĄ, Theodor MojĹžĂĹĄ
⢠Emila Zåtopka. Dokumentarfilm 2003, Länge: 17 min, Regie: Karel Hynie, Zdenek Patocka, Vojtech Petåk, Pavel Taussig
⢠SlavnĂŠ olympijskĂŠ osmiÄky PodruhĂŠ v LondĂ˝nĂŠ vstupuje Emil ZĂĄtopek. Dokumentarfilm 2008, Länge: 26 min
⢠Život atleta Emila ZĂĄtopka. Dokumentarfilm 2011, Regie: M. MinĂĄÄ, O. SommerovĂĄ
⢠ZĂĄtopek. Dokumentarfilm 2016, Länge: 52 min, Regie: David OndĹĂÄek
⢠ZĂĄtopek, erscheint im August 2021, Regie: David OndĹĂÄek
Weblinks
Commons
: Emil ZĂĄtopek
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikiquote: Emil ZĂĄtopek
â Zitate
⢠Literatur von und ßber Emil Zåtopek im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Emil Zåtopek bei IMDb
⢠Athletenporträt auf runningpast.com, mit vielen Zitaten und einem Link zum Video des olympischen 5000-Meter-Finales von 1952 (englisch).
⢠Christian Eichler: Der warmherzige Kämpfer mit Ausdauer und Anpassungsfähigkeit. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 23. November 2000 (Nachruf).
⢠Emil Zåtopek in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)
Einzelnachweise
cite-note-11. â Rick Broadbent: Endurance: The Extraordinary Life and Times of Emil Zatopek. Bloomsbury, London 2016, S. 14; Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 8â10.
cite-note-22. â Jean Echenoz: Laufen. Berlin-Verlag, Berlin 2011, S. 92; Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 10â19; Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 94; Walter Dänzer: Emil ZĂĄtopek erzählt. Geschichten und Geheimnisse des legendären Olympiasiegers und 18-fachen Weltrekordlers. Sri Chinmoy Verlag, ZĂźrich 1980, S. 134.
cite-note-33. â FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 8 f.; Richard Askwith: Today we die a little. The rise an fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Bloomsbury, London 2016, S. 20â27; Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 19.
cite-note-20220919dlf-41. Eduard Hoffmann: 100. Geburtstag des Langstreckenläufers. Emil ZĂĄtopek â politischer Jahrhundertathlet. In: Kalenderblatt (Rundfunksendung auf DLF). 19. September 2022, abgerufen am 19. September 2022.
cite-note-55. â FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 10â24; Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 28â45; Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 19 f.; Rick Broadbent: Endurance: The Extraordinary Life and Times of Emil Zatopek. Bloomsbury, London 2016, S. 29â33; Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 12.
cite-note-66. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 46â51; Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 24 f.
cite-note-77. â FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 38â43.
cite-note-88. â Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 27; Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 29â33.
cite-note-99. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 52â66; FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 44â64; Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 30; Rick Broadbent: Endurance: The Extraordinary Life and Times of Emil Zatopek. Bloomsbury, London 2016, S. 65., 69; Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 38.
cite-note-102. Offizieller Bericht âAthletic Timetableâ S. 231. (engl.)
cite-note-113. Offizieller Bericht âAthletic Timetableâ S. 230. (engl.)
cite-note-1212. â Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 32â34; FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 64â71; Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 67â73.
cite-note-1313. â FrantiĹĄek KoĹžĂk: Emil Zatopek in Fotografien. Artia, Prag 1954, S. 31; Rick Broadbent: Endurance: The Extraordinary Life and Times of Emil Zatopek. Bloomsbury, London 2016, S. 70; Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 74, 98; Frantisek Steiner: Er war, ist und bleibt der KĂśnig der Athleten. In: Welt.de. 10. November 2000. Abgerufen am 8. Februar 2016.
cite-note-1414. â Die âtschechische Lokomotiveâ. In: Salzburger Nachrichten. Herausgegeben von den amerikanischen Streitkräften fĂźr die Ăśsterreichische BevĂślkerung / Salzburger Nachrichten. Unabhängige demokratische Tageszeitung, 27. Juni 1949, S. 3 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/san
cite-note-1616. â Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 35; FrantiĹĄek KoĹžĂk: Emil Zatopek in Fotografien. Artia, Prag 1954, S. 27â30.
cite-note-askwith-the-independent-1717. â Richard Askwith: Rio 2016: The day that friendship trumped victory. In: The Independent. 19. August 2016. Abgerufen am 13. Februar 2017.
cite-note-1818. â Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 36 f.; FrantiĹĄek KoĹžĂk: Emil Zatopek in Fotografien. Artia, Prag 1954, S. 30; Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 80â96; Rick Broadbent: Endurance: The Extraordinary Life and Times of Emil Zatopek. Bloomsbury, London 2016, S. 84â106; Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 44.
cite-note-1919. â Zatopek im 5000-m-Lauf geschlagen. In: Arbeiterwille. Sozialdemokratisches Organ der Alpenländer / Arbeiterwille. Organ des arbeitenden Volkes der Alpenländer / Arbeiterwille. Organ des arbeitenden Volkes fĂźr Steiermark und Kärnten / Arbeiterwille. Organ des arbeitenden Volkes fĂźr Steiermark, Kärnten (und Krain) Neue Zeit. Organ der Sozialistischen Partei Steiermarks, 3. August 1948, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/awi
cite-note-2020. â Rick Broadbent: Endurance: The Extraordinary Life and Times of Emil Zatopek. Bloomsbury, London 2016, S. 109â116; FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 76â90; Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 97 f.
cite-note-214. Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 40.
cite-note-225. Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 43.
cite-note-2323. â FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 101â103; Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 61.
cite-note-2424. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 98â121; FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 104â120; Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 41.
cite-note-phillips-50-2525. Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 50.
cite-note-2626. â FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 132â136.
cite-note-2727. â FrantiĹĄek KoĹžĂk: Emil Zatopek in Fotografien. Artia, Prag 1954, S. 44 f.; FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 137â145; Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 52 f.; Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 122â142.
cite-note-phillips-61-286. Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 61.
cite-note-2929. â FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 145â147; FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 54.
cite-note-3030. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 143â151; FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 147â153; FrantiĹĄek KoĹžĂk: Emil Zatopek in Fotografien. Artia, Prag 1954, S. 47.
cite-note-317. FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 218 f.
cite-note-328. Offizieller Bericht âAthletic Timetableâ S. 285. (engl.)
cite-note-339. Offizieller Bericht âAthletic Timetableâ S. 286. (engl.)
cite-note-3410. Offizieller Bericht âAthletic Timetableâ, S. 289â292. (engl.)
cite-note-3535. â FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 154â158; Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 64â66.
cite-note-3636. â Rick Broadbent: Endurance: The Extraordinary Life and Times of Emil Zatopek. Bloomsbury, London 2016, S. 171â173; Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. XIV; PPat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 84â88.
cite-note-3737. â FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 159â175; Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 66.
cite-note-3838. â Herbert Schade: Als Leichtathlet in 5 Erdteilen. Bartels & Wernitz, Berlin 1958, S. 37; Otto Peltzer: Umkämpftes Leben. Sportjahre zwischen Nurmi und ZĂĄtopek. Verlag der Nation, Berlin 1955, S. 337 f.; Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 152â192; Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 71â74.
cite-note-3939. â ARCHIV KANCELĂĹE PREZIDENTA REPUBLIKY. (Memento vom 11. Februar 2015 im Internet Archive) PDF, S. 7; Otto Peltzer: Umkämpftes Leben. Sportjahre zwischen Nurmi und ZĂĄtopek. Verlag der Nation, Berlin 1955, S. 344; FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 207â208; Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 193â204.
cite-note-phillips-40-4011. Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 86.
cite-note-4141. â FrantiĹĄek KoĹžĂk: Emil Zatopek in Fotografien. Artia, Prag 1954, S. 62 f.; Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 81â84.
cite-note-4242. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 204â209; Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 85â91.
cite-note-4312. Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 99. [Die von dort Ăźbernommenen Splitzeiten weichen von der offiziellen Endzeit um +0,2 s durch Rundungsfehler ab.]
cite-note-4413. Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 100â102.
cite-note-phillips-94-4514. Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 94.
cite-note-4646. â Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 93â96.
cite-note-4747. â Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 97â98; Herbert Schade: Als Leichtathlet in 5 Erdteilen. Bartels & Wernitz, Berlin 1958, S. 132â134.
cite-note-4848. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 210â217; Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 98â107.
cite-note-4915. Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 108.
cite-note-phillips-107-5050. â Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 107.
cite-note-5151. â Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 107.
cite-note-5252. â Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 107â114.
cite-note-5316. Offizieller Bericht des IOC. PDF, S. 301â307 (englisch).
cite-note-5454. â Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 116 f.; Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 218â225.
cite-note-5555. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 225â231; Harald Lechenperg (Hrsg.): Die Olympischen Spiele 1956. Bertelsmann Lesering, GĂźtersloh 1957, S. 190â192.
cite-note-5656. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 232â237; Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 121â124; Herbert Schade: Als Leichtathlet in 5 Erdteilen. Bartels & Wernitz, Berlin 1958, S. 230.
cite-note-5757. â Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 127 f.; Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 121â125; Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 238â258.
cite-note-5858. â Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 139 f.; Guido Knopp (Hrsg.), Harald Schott: Worte gegen Panzer. Der Prager FrĂźhling 1968. Georg Bitter, 1991, S. 26; Rick Broadbent: Endurance: The Extraordinary Life and Times of Emil Zatopek. Bloomsbury, London 2016, S. 267 f.
cite-note-5959. â Stefan Karner, Natalja Tomilina, Alexander Tschubarjan u. a.: Prager FrĂźhling. Das internationale Krisenjahr 1968 (= VerĂśffentlichungen des Ludwig-Boltzmann-Instituts fĂźr Kriegsfolgen-Forschung GrazâWienâKlagenfurt. Sonderband 9/1). BĂśhlau, KĂśln/Weimar/Berlin 2008, S. 721 (Endnote 10); Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 259â267.
cite-note-askwith-independent-2-6060. â Richard Askwith: Emil ZĂĄtopek: The greatest Olympian vanished from public life after he defied Russian tanks in 1968. In: The Independent. 24. März 2016. Abgerufen am 13. Februar 2017.
cite-note-6161. â Rick Broadbent: Endurance: The Extraordinary Life and Times of Emil Zatopek. Bloomsbury, London 2016, S. 272.
cite-note-6262. â Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 144; Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 267â275; Rick Broadbent: Endurance: The Extraordinary Life and Times of Emil Zatopek. Bloomsbury, London 2016, S. 276, 281.
cite-note-6363. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 276â278.
cite-note-6464. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 278â289; Rick Broadbent: Endurance: The Extraordinary Life and Times of Emil Zatopek. Bloomsbury, London 2016, S. 276â281.
cite-note-6565. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 290â308; Rick Broadbent: Endurance: The Extraordinary Life and Times of Emil Zatopek. Bloomsbury, London 2016, S. 287 f.; Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 162, 166; The greatest long-distance runner of the mid-20th century: Emil ZĂĄtopek. (Memento vom 10. Dezember 2016 im Internet Archive) In: Praticaradionews.blogspot.de. Abgerufen am 9. Dezember 2016.
cite-note-6666. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 308â312; Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 168.
cite-note-6767. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 313â321; Volker Kluge: Otto der Seltsame. Die Einsamkeit eines Mittelstreckenläufers. Otto Peltzer (1900â1970). Parthas, Berlin 2000, S. 162; Walter Dänzer: Emil ZĂĄtopek erzählt. Geschichten und Geheimnisse des legendären Olympiasiegers und 18-fachen Weltrekordlers. Sri Chinmoy Verlag, ZĂźrich 1980, S. 16.
cite-note-6868. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 321â330; Kaiserlinden als Denkmal fĂźr Alfred Howad und Emil ZĂĄtopek. In: Denkmal-Wuppertal.de. Abgerufen am 12. Juni 2016; Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 170; Episodenguide auf imdb.com (Staffel 6; Episode 10). Abgerufen am 8. Dezember 2016.
cite-note-munzinger-6969. â Emil Zatopek. In: Internationales Biographisches Archiv. 12/2001 vom 12. März 2001, ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 26/2012 (abgerufen via Munzinger Online).
cite-note-7070. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 331 f.
cite-note-7171. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 333 f.
cite-note-askwith-335-351-359-7272. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 335, 351â359.
cite-note-7373. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 360â362; Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 190.
cite-note-7474. â Klaus Nerger: Das Grab von Emil ZĂĄtopek. In: knerger.de. Abgerufen am 15. November 2022.
cite-note-7575. â Minor Planet Circular 27735. In: Minor Planet Center. 28. August 1996, S. 155 (PDF, englisch).
cite-note-7676. â Rezensionsnotizen zu Laufen bei Perlentaucher Abgerufen am 9. Dezember 2016.
cite-note-7777. â Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, 2016, S. 183; Feierliche Präsentation der neuesten Ĺ koda Transportation Lokomotive fĂźr die DB Regio AG. In: Skoda.cz. 27. Juni 2016; Greatest Runner. (Memento vom 11. Februar 2015 im Internet Archive) In: Runnerâs World (PDF; 1,5 MB; englisch); Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 170.
cite-note-7878. â Jan Lopatka: Zatopek legs to run wild in Rio. In: Reuters. 6. Juni 2016; James Martin: New art installation celebrates Rio Olympics with nod to Czech running champion. In: Lonely Planet. 17. August 2017.
cite-note-7979. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 335â350; Rick Broadbent: Endurance: The Extraordinary Life and Times of Emil Zatopek. Bloomsbury, London 2016, S. 50.
cite-note-8080. â Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 186; Rick Broadbent: Endurance: The Extraordinary Life and Times of Emil Zatopek. Bloomsbury, London 2016, S. 121, 138.
cite-note-scanhorakova-8181. Siehe den Scan des tschechischen Originalartikels; Emil ZĂĄtopek: Rozsudek vynesl vĹĄechen ÄeskoslovenskĂ˝ lid. In: RudĂŠ prĂĄvo. 10. Juni 1950, S. 3 (Digitalisat). Eine Ăbersetzung ins Englische findet sich bei Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 115 f.
cite-note-8217. Das Lied heiĂt eigentlich RudĂ˝ prapor (Rote Fahne).
cite-note-8383. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 114â118; Rick Broadbent: Endurance. The Extraordinary Life and Times of Emil Zatopek. Bloomsbury, London 2016, S. 117 f.
cite-note-8484. â Richard Askwith: Emil ZĂĄtopek: the fastest man on Earth. In: The Daily Telegraph. 23. April 2016. Abgerufen am 24. Februar 2017; Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 75 f.
cite-note-butcher-193-194-8585. â Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 193 f.
cite-note-ko-k-9-10-8686. â FrantiĹĄek KoĹžĂk: Emil Zatopek in Fotografien. Artia, Prag 1954, S. 9 f.
cite-note-8787. â Rick Broadbent: Endurance: The Extraordinary Life and Times of Emil Zatopek. Bloomsbury, London 2016, S. 8; FrantiĹĄek KoĹžĂk: Emil Zatopek in Fotografien. Artia, Prag 1954, S. 41; Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 85; Jean Echenoz: Laufen. Berlin-Verlag, Berlin 2011, S. 78 f.
cite-note-8888. â Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 145 f.
cite-note-8989. â Richard Askwith: âItâs the greatest athlete the world has ever seen and heâs refusing to go to the Olympicsâ. Gespräch. In: The 42. 24. Juli 2016 (englisch).
cite-note-9090. â FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 47 f.; Otto Peltzer: Umkämpftes Leben. Sportjahre zwischen Nurmi und ZĂĄtopek. Verlag der Nation, Berlin 1955, S. 338; Christopher McDougall; Werner Roller: Born to Run: ein vergessenes Volk und das Geheimnis der besten und glĂźcklichsten Läufer der Welt. Heyner Verlag, MĂźnchen 2015, S. 132â134.
cite-note-9191. â FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 209.
cite-note-9292. â Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 19â21; Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 139; FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 93, 210; Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. XII.
cite-note-schneider-9393. â Emmanuel Schneider: Vogel fliegt. Fisch schwimmt. Mensch läuft. In: Reutlinger General-Anzeiger. 8. August 2012. Abgerufen am 14. Dezember 2016.
cite-note-9494. â Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 184; Sport ist Schwerarbeit. In: Der Spiegel. 16. Juli 1952. Abgerufen am 15. Dezember 2016; Christopher McDougall; Werner Roller: Born to Run: Ein vergessenes Volk und das Geheimnis der besten und glĂźcklichsten Läufer der Welt. Heyne, MĂźnchen 2015, S. 133.
cite-note-9595. â Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 138; FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 96 f., 130; Arnd KrĂźger: Viele Wege fĂźhren nach Olympia. Die Veränderungen in den Trainingssystemen fĂźr Mittel- und Langstreckenläufer (1850â1997). In: Norbert Gissel (Hrsg.): Sportliche Leistung im Wandel. Czwalina, Hamburg 1998, S. 41â56.
cite-note-boradbent-120-121-9696. â Rick Broadbent: Endurance: The Extraordinary Life and Times of Emil Zatopek. Bloomsbury, London 2016, S. 120 f.
cite-note-9797. â FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 95; Michael Beloff: Emil ZĂĄtopek: A Legend from Athleticsâ Golden Age of Innocence. In: The Spectator. 7. Mai 2016. Abgerufen am 14. Dezember 2016.
cite-note-klei-9898. â Mike KleiĂ: Das Rezept von Emil Zatopek. In: Der Tagesspiegel. 13. Oktober 2016. Abgerufen am 14. Dezember 2016.
cite-note-9999. â FrantiĹĄek KoĹžĂk: Der Marathonsieger Emil ZĂĄtopek. Artia, Prag 1953, S. 96.
cite-note-ko-k-71-74-100100. â FrantiĹĄek KoĹžĂk: Emil Zatopek in Fotografien. Artia, Prag 1954, S. 71â74.
cite-note-101101. â Richard Askwith: Today we die a little. The rise and fall of Emil ZĂĄtopek, Olympic Legend. Yellow Jersey Press, London 2016, S. 129.
cite-note-102102. â Walter Dänzer: Emil ZĂĄtopek erzählt. Geschichten und Geheimnisse des legendären Olympiasiegers und 18-fachen Weltrekordlers. Sri Chinmoy Verlag, ZĂźrich 1980, S. 89â91.
cite-note-103103. â Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 153â159.
cite-note-104104. â Pat Butcher: Quicksilver: The Mercurial Emil ZĂĄtopek. Globerunner Productions, s. l. 2016, S. 185; Bob Phillips: ZĂĄâtoâpek! ZĂĄâtoâpek! ZĂĄâtoâpek! The life and times of the worldâs greatest distance runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 152 f.; Rick Broadbent: Endurance: The Extraordinary Life and Times of Emil Zatopek. Bloomsbury, London 2016, S. 302; Walter Dänzer: Emil ZĂĄtopek erzählt. Geschichten und Geheimnisse des legendären Olympiasiegers und 18-fachen Weltrekordlers. Sri Chinmoy Verlag, ZĂźrich 1980, S. 59â60.
cite-note-10518. Zatopek nahe am Weltrekord. In: Welt am Abend(. Das Ăśsterreichische Abendblatt), 18. Juni 1948, S. 6 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/waa
cite-note-phillips-153-10619. Bob Phillips: ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! ZĂĄ-to-pek! The Life and Times of the Worldâs Greatest Distance Runner. Parrs Wood Press, Manchester 2002, S. 153.
cite-note-107107. â Rezensionen zu BĂźchern Ăźber Emil ZĂĄtopek. In: Racingpast.ca. Abgerufen am 24. Februar 2017 (englisch).
cite-note-rezession-racing-past-108108. â Rezensionen zu BĂźchern Ăźber Emil ZĂĄtopek. In: Racingpast.ca. Abgerufen am 24. Februar 2017 (englisch).